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Geothermie: konstantes Energiepotenzial kann Kohle und Atomkraft ersetzen

Im eigentlichen Wortsinn ist Geothermie nicht "erneuerbar", sondern nach menschlichen Maßstäben als "unerschöpflich" zu bezeichnen. Im Zusammenspiel mit den erneuerbaren Energien spielt die Geothermie eine wichtige Rolle für die Energiewende.

Nur die oberflächennahe Geothermie geht teilweise auf Sonnenenergie zurück. Die Tiefengeothermie stammt zum einen aus der Restwärme aus der Zeit der Erdentstehung und zum anderen aus radioaktiven Zerfallsprozessen. Je weiter man ins Erdinnere vordringt, desto höher steigt die Temperatur – um etwa 3°C pro 100 Meter. In einer Tiefe von 3.000 bis 5.000 Metern werden in Deutschland ca. 100–200°C erreicht. Theoretisch könnte der deutsche Gesamtbedarf an Strom und Wärme mit Geothermie gedeckt werden.

Im Unterschied zu anderen erneuerbaren Energien ist das Energiepotenzial der Geothermie gut kalkulierbar. Deshalb eignet sie sich für den Betrieb von Grundlastkraftwerken, die vor allem Braunkohle- und Atomkraftwerke ersetzen könnten. Geothermisch erzeugte Wärme kann auch fossile Brennstoffe wie Erdgas und Erdöl ersetzen.

Die Geothermie bietet grundsätzlich ein hohes Energiepotenzial, das zu nutzen bislang sehr aufwändig und teuer ist. Eine deutlich erweiterte Nutzung der Geothermie setzt den Ausbau von Nah- und Fernwärmenetzen voraus.

Der BUND spricht sich dafür aus, die Geothermie anstelle fossiler und atomarer Energieträger zu nutzen. Dabei sind folgende ökologische Aspekte zu berücksichtigen:

  • Schutz des Grundwassers als Ressource und Ökosystem bei der Wasserentnahme und dem -verbrauch zu Kühlzwecken
  • Naturschutz
  • Immissionsschutz


Mehr lesen Sie in der BUND-Position Geothermie



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