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Südsee – Strände versinken im Meer

Carteret Island, Foto: Pip Starr
Die Bewohner der Carteret-Inseln kämpfen seit mehr als 20 Jahren gegen den ansteigenden Ozean: Sie bauten Deiche und pflanzten Mangroven, allerdings ohne Erfolg.

Die meisten Südsee-Inseln sind klein und ausgesprochen flach. Dem steigenden Meeresspiegel sind sie deshalb schutzlos ausgeliefert.

Wenn die Treibhausgasemissionen nicht drastisch reduziert werden, steigt der Meeresspiegel bis 2100 wahrscheinlich um einen halben Meter oder mehr. Die meisten Südsee-Inseln werden dann unbewohnbar. Bereits heute reißen Sturmfluten ganze Küstenstreifen ins Meer – einige kleine Atolle der Fidschi-Inseln haben bereits 30 Meter Land verloren. Gleichzeitig sickert das Meerwasser in die Böden, zerstört fruchtbares Land und versalzt das Grundwasser.

Die ersten Klimaflüchtlinge suchen Asyl

Viele Inselbewohner sind gezwungen, ihre Heimat aufzugeben und auszuwandern. So auch die 12.000 Einwohner von Tuvalu. Die acht Inseln, die zu dem Inselstaat gehören, ragen an ihren höchsten Punkten gerade mal fünf Meter aus dem Wasser. Bereits im Jahr 2000 haben die Tuvaluer in Australien Asyl beantragt – allerdings vergeblich. Die australische Regierung erkannte den Klimawandel nicht als Fluchtgrund an. Mittlerweile besteht ein Abkommen mit Neuseeland, das sich bereit erklärt hat, die Nachbarn aufzunehmen. Gemeinsam mit den Regierungen von Tuvalu und anderen Inselstaaten erarbeiteten sie einen Evakuierungsplan für den Pazifikraum: Zunächst wandern 75 Menschen jährlich aus Tuvalu und Kiribati sowie je 250 Menschen aus Fidschi und Tonga nach Neuseeland aus.

Die Pazifikinseln haben den Anfang gemacht. Doch ist langfristig mit hunderten Millionen Klimaflüchtlingen aus weiteren Teilen der Welt zu rechnen. Dürreperioden und Überschwemmungen werden viele Menschen aus ihrer Heimat vertreiben.



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