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Prominente Klimaschützer

Hurrikan Ivan, Foto: Nasa
Ein Hurrikan kann sich im Durchmesser hunderte Kilometer ausdehnen, wochenlang bestehen und Flächen von tausenden Quadratkilometern verwüsten.

Nordamerika – zwischen Bush und Al Gore

Die Hurrikan-Saison 2005 traf die USA besonders hart. Ein Hurrikan jagte den nächsten, der Wirbelsturm „Katrina“ zerstörte große Teile von New Orleans. Die gesamten Sturmschäden waren mit mehr als 160 Milliarden US-Dollar deutlich höher als in den vorausgegangenen Jahren.

Zwar können einzelne Wirbelstürme nicht unmittelbar auf den Klimawandel zurückgeführt werden, die langfristigen Trends aber sprechen eine deutliche Sprache: Die Anzahl „schwerer Hurrikans“ der Kategorie 4 und 5 steigt seit Jahrzehnten rasant an. Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich die Gefahr von Stürmen im Atlantik in Zukunft weiter verschärfen wird.

Der Klimawandel ist auch in den USA nicht mehr wegzureden, immer mehr Politiker und Prominente setzen sich für den Klimaschutz ein.

Bei den Oscar-Verleihungen rollten Leonardo DiCaprio und Cameron Diaz in benzinsparenden Hybridautos vor statt in prestigeträchtigen Stretchlimousinen. Auch die Schauspieler Scarlett Johansson, Harrison Ford und George Clooney gehören schon dem "Club der Spritsparer" an.

Die Gouverneure von 18 westamerikanischen Bundesstaaten haben sich in der "Western Governors’ Association" zusammengeschlossen, um gemeinsam die erneuerbaren Energien auszubauen und die Energieverschwendung zu stoppen.

431 Bürgermeister haben sich ihrem Amtskollegen Greg Nickels aus Seattle angeschlossen, um die Kyoto-Verpflichtungen der USA selbstständig zu erfüllen. Bill Clinton hatte während seiner Präsidentschaft das Protokoll unterzeichnet. George Bush sorgte jedoch dafür, dass es nicht ratifiziert wurde. Das Kyoto-Protokoll sieht vor, dass die USA den Ausstoß an Treibhausgasen um sieben Prozent gegenüber 1990 senken.

Nicht zuletzt ist hier die Auszeichnung des früheren US-Vizepräsidenten Al Gore und des UN-Klimarats IPCC mit dem Friedensnobelpreis zu nennen. Al Gore hat mit seinem Film „Eine unbequeme Wahrheit“ und seinem weltweiten Engagement wie den „Live Earth“-Konzerten die Gefahren des Klimawandels in die Mitte der (nicht nur nordamerikanischen) Gesellschaft getragen. Und auch die regelmäßigen Berichte des UN-Klimarates sind ein entscheidender Beitrag für die öffentliche Klimadebatte in Nordamerika – und weltweit.



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