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China – Wachstum weckt Energiehunger

Chinesische Mauer, Foto: memephoto/www.pixelio.de
Parallel zur großen Mauer entsteht seit den 70er Jahren die sog. Grüne Mauer. Bis 2050 soll eine Fläche von der Größe Deutschlands bepflanzt sein.

Der Klimawandel ist längst auch im Land der Mitte angekommen. Schon jetzt verursachen Wetterkatastrophen jährlich Schäden in Höhe von bis zu 30 Milliarden Euro.

Insbesondere die Ausbreitung der Wüste bereitete den Chinesen Kopfzerbrechen. Mit zahlreichen Aufforstungsprojekten stemmt sich die Regierung gegen die zunehmende Wüstenbildung. Ursache der Versandung sind neben der landwirtschaftlichen Überbeanspruchung die durch den Klimawandel bedingten längeren Trockenzeiten.

Die grüne Mauer

Von Nordosten bis Nordwesten zieht sich über 700 Kilometer die sogenannte grüne Mauer entlang – ein gigantisches Anpflanzungsprojekt, mit dem das Vordringen der Wüste Gobi gestoppt werden soll. Bis 2050 sollen die Bäume 35 Millionen Hektar bedecken und so die nordwestlichen Provinzen und Peking schützen.

Doch trotz aller Anstrengungen breitet sich die Wüste weiter aus. An manchen Tagen sind die Sandstürme so stark, dass die Einwohner Pekings nur mit Atemmasken und Tüchern geschützt ihre Häuser verlassen.

Spitzenplatz in Aussicht

In absoluten Zahlen wird China schon bald weltweit die größte Menge Treibhausgase erzeugen.

2005 wurden in Peking 2,3 Millionen Autos gezählt. Gegenüber 1993 hatte sich die Zahl vervierfacht. Bis zum Jahr 2010 werden wahrscheinlich 4 Millionen Autos durch die Straßen der Stadt rollen, obwohl noch nicht einmal jede Familie ein Auto hat.

Setzt man die Emissionen in Relation zu der Bevölkerungszahl, rangiert China bis auf weiteres hinter Deutschland. Ein Chinese produziert durchschnittlich nur ein Drittel der Treibhausgase, für die ein Deutscher jährlich verantwortlich ist.

Bis 2020 will die Volksrepublik ihre Energieeffizienz um 20 Prozent steigern und einen Anteil von 12 Prozent erneuerbare Energien erreichen.



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