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Australien – Unterwasserparadiese sterben

Fächerkoralle, Foto: Knaddldaddl/www.pixelio.de
Durch die globale Erwärmung kommt es häufiger zum "Überhitzen" des Meerwassers. Dadurch sind Korallen inzwischen weltweit massiv gefährdet.

Das Great Barrier Reef ist das größte Korallenriff der Welt. Es erstreckt sich über mehr als 2.600 Kilometer entlang der australischen Küste. Das Riff ist Lebensraum für etwa 14.000 verschiedene Pflanzen- und Tierarten.

Meerwasser erwärmt sich

Korallen sind äußerst empfindliche Organismen. Sie reagieren besonders empfindlich auf Licht, Temperaturschwankungen und schmutziges Wasser. In ihrem Inneren leben mikroskopisch kleine Algen, die die Korallen mit Nährstoffen versorgen. Schon bei einer Erwärmung des Meerwassers um ein bis zwei Grad Celsius stoßen die Korallen die Algen ab. Dann verlieren sie zuerst ihre Farbenpracht, nach einiger Zeit sterben sie ganz ab.

Die Weltmeere nehmen mehr als 80 Prozent der weltweiten Erwärmung auf. Die auf den Klimawandel zurückzuführende Temperaturerhöhung des Wassers kann noch in 3.000 Meter Tiefe gemessen werden.

Innerhalb der nächsten 20 Jahre könnten alle Korallenbänke entlang der australischen Küste zerstört sein. Pläne der Regierung Australiens, das Riff mit einem gigantischen Sonnensegel zu schützen, werden das Korallensterben nicht aufhalten können. Denn die Meere reagieren sehr träge und geben die gespeicherte Wärme nur langsam ab.

Tourismus

Für Australien ist das Korallensterben eine Katastrophe. Das Great Barrier Reef lockt jedes Jahr etwa 1,9 Millionen Touristen an. 33.000 Menschen sind abhängig von diesem Geschäft.

Trotz der großen Bedrohung durch den Klimawandel hat Australien als einziges Industrieland neben den USA das Kyoto-Klimaschutzabkommen nicht unterzeichnet. Australiens Ausstoß an CO2 hat seit 1990 um 38 Prozent zugenommen.



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