Der Norden lebt auf Kosten des Südens – und das bereits seit Jahrhunderten. Sein Lebensstil ist wie eine schwere Hypothek.
Es ist nicht gerecht, dass die reichen 20 Prozent der Weltbevölkerung rund 80 Prozent der natürlichen Reichtümer der Erde für sich beanspruchen. Zu diesen Reichtümern gehören auch die Atmosphäre und die Weltmeere, die sie als Kohlenstoffsenke nutzen. Die Folgen des Klimawandels – maßgeblich verursacht durch den hohen Verbrauch fossiler Brennstoffe in den Industrieländern – sind schon heute besonders heftig in vielen Entwicklungsländer zu spüren.
Daher müssen die Industriestaaten nicht nur am meisten leisten, um den Klimawandel aufzuhalten, und ihre Emissionen um mindestens 80 Prozent gegenüber 1990 senken. Sie müssen die Entwicklungsländer darüber hinaus dabei unterstützen, sich an den Klimawandel anzupassen. Hierfür sind umfangreiche finanzielle Mittel notwendig. Action Aid spricht von 100 Milliarden Dollar jährlich, um die besonders betroffenen Staaten in die Lage zu versetzen, sich gegen den steigenden Meeresspiegel, zunehmende Dürren und extreme Wetterereignisse zu schützen.