Im Rahmen des Fischotterschutzprojektes soll in Zusammenarbeit mit tschechischen Partnern und den Wasserwirtschaftsämtern ein grenzübergreifendes System von Gewässern mit natürlichen Uferstreifen entstehen, das den Fischottern aus Tschechien eine sichere Ausbreitung nach Westen ermöglicht. Langfristig gesehen wird auf diesem Wege die Otterpopulation im Osten Europas wieder mit der im Westen verbunden.
Das Grüne Band eignet sich dabei perfekt als Grenzübergang für die Fischotter. Hier gibt es vielfach noch die natürlichen Gewässer mit unverbauten Uferstreifen, die menschliche Besiedelung ist gering.
Im Rahmen des von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Projektes sollen zunächst die sichersten Wege für den Fischotter herausgefunden werden, um die künftigen Wanderrouten festzulegen. Flächen entlang der Wanderkorridore sollen gekauft werden, um eine unsachgemäße Nutzung zu verhindern. Gewässerbiotope samt Uferstreifen sollen als Lebensraum für eine breite Artengemeinschaft renaturiert werden, damit auch andere bedrohte Arten wie der Eisvogel hier ihren Lebensraum finden. Zudem müssen Ottertunnel angelegt werden, damit schwierige Passagen an Straßen von den Ottern sicher bewältigt werden können.
Das Projekt wird durchgeführt von der Ökologischen Bildungsstätte Oberfranken in Kooperation mit dem BUND-Projektbüro Grünes Band.