Sie befinden sich hier:

Säugetiere am Grünen Band

Nahaufnhame eines Fischotters, Foto: www.pixelio.de
Fischotter sind sowohl an das Leben im Wasser als auch an das Landleben bestens angepasst.

Fischotter

Der Fischotter ist nur noch in wenigen Regionen Deutschlands anzutreffen. Er gehört zur Familie der Marder und ist in den Süßwasserökosystemen der größte unserer heimischen Beutegreifer aus der Klasse der Säugetiere. Fischotter leben an den Ufern sauberer Gewässer, in denen ein ausreichendes Nahrungsangebot vorhanden ist.

Das größte Problem für die Fischotter sind Straßen, die durch ihre Reviere führen. Sie zerschneiden ihre Lebensräume, die damit für fortpflanzungsfähige Populationen zu klein werden. Viele Tiere sterben bei dem Versuch, diese Straßen zu überqueren.

Nahaufnahme eines Luchses im Gras sitzend
Der Luchs, hier gesichtet im Harz. Foto: T. Stephan, GEO

Am Grünen Band kümmert sich der BUND insbesondere in der Altmark um den Fischotter, indem er Tunnel und Leitsysteme anlegt. Fischotter gibt es außerdem in der BUND-Pilotregion Südthüringen und im Schaalseegebiet. Der BUND ist auch aktiv im Rahmen eines grenzübergreifenden Projektes zum Schutz der Fischotter an der bayerisch-tschechischen Grenze.

Noch mehr zum Fischotterschutz im BUND

Luchs

Mit einer Kopfrumpflänge bis 1,25 m und einer Schulterhöhe von 65 cm ist der Luchs die größte Katze Europas. Langsam kehrt diese Art auch nach Deutschland zurück, nachdem der Mensch sie ausgerottet hatte. Luchse leben heute wieder in der Sächsischen Schweiz, im Pfälzerwald, im Odenwald, im Harz und aus Tschechien eingewanderte Tiere im Bayerischen Wald und im Fichtelgebirge. Auch im Grenzgebiet Hessen-Thüringen wurden wieder Luchse gesichtet.

Über einen Ast schleichende Wildkatze im Wald
Die letzten Lebensräume der Wildkatze liegen in Deutschland wie Inseln im Meer verstreut.

Wildkatze

Der Wildkatze erging es ähnlich wie dem Luchs. Fast ausgerottet konnte nur eine kleine Population überleben - unter anderem im Hainich in Thüringen. Heute versucht der BUND durch das Projekt „Rettungsnetz für die Wildkatze“ potentielle Lebensräume der Wildkatze zu verbinden und so ein großflächiges Netz von Lebensräumen zu schaffen.

Das Grüne Band stellt sowohl für die Wildkatze als auch den Luchs mit großer Wahrscheinlichkeit eine wichtige Ausbreitungslinie dar. Vor allem im hessisch-thüringischen und thüringisch-bayerischen Grenzbereich verbindet das Grüne Band große Waldgebiete; den Hainich über die Rhön mit dem Thüringer Wald und dem Spessart und weiter nach Süd-Osten mit den Haßbergen und dem Frankenwald und Fichtelgebirge.

Mehr Informationen zum "Rettungsnetz für die Wildkatze"

 

Nahaufnahme der Rauhhautfledermaus
Die Rauhhautfledermaus wird bis zu 5,5 cm lang und ist die größte aus der Gattung der Zwergfledermäuse. Foto: W. Willner

Fledermäuse

Die Rote Liste der deutschen Fledermäuse zeichnet ein düsteres Bild. Von den 24 in Deutschland vorkommenden Arten gelten derzeit nur zwei als ungefährdet. Fledermäuse müssen kaum natürliche Feinde fürchten. Doch sie leiden stark unter der intensiven Land- und Forstwirtschaft, die mit Insektiziden ihre Nahrungsgrundlage vernichtet. Gleichzeitig schwinden ihre Lebensräume und viele traditionelle Quartiere fallen Säge und Gebäudesanierung zum Opfer.

Am Grünen Band finden sich größere Populationen im Südharz, wo die Höhlen des Gipskarstes den Fledermäusen Lebensraum bieten. Auch im Altmarkkreis, vor allem im Stadtforst Salzwedel, gibt es noch viele seltene Fledermausarten wie die Große Bartfledermaus, die Rauhautfledermaus und den Großen Abendsegler.

Mehr über Fledermäuse und wie der BUND sie schützt



Logo Grünes Band Deutschland

Der neue Spenden-Rundbrief ist da!

Suche

Metanavigation: