BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Lurche und Kriechtiere am Grünen Band

Nahaufnahme eines Laubfrosches an Halm kletternd
Foto: D. Damschen

Laubfrosch

Der Laubfrosch findet sich an verschiedenen Stellen des Grünen Bandes vom Thüringischen Schiefergebirge über die Rhön bis zum Eichsfeld.

Die überwiegend nachtaktiven Laubfrösche sind die kleinsten der einheimischen Frösche und außerem die einzigen, die gerne klettern. Das Klettern wird ihnen ermöglicht durch die Haftscheiben an den Fingern und Zehen.

Gefährdet sind Laubfrösche vor allem durch die Intensivierung der Teich- und Grünlandnutzung. Sie bewohnen strukturreiche Landschaften mit feuchten Bereichen und Sitzwarten. Zum Laichen benötigen sie sonnenexponierte wasserpflanzenreiche Weiher, Teiche und Tümpel. Diese Ansprüche werden im ehemaligen Grenzstreifen an vielen Orten erfüllt.

Nahaufnahme eines blau gefärbten Moorfrosches zur Paarungszeit
Blaues Moorfroschmännchen zur Paarungszeit, Foto: D. Damschen

Moorfrosch

Der streng geschützte Moorfrosch lebt unter anderem am Grünen Band bei Salzwedel. Er braucht regelmäßig überschwemmte Flächen und leidet daher besonders unter der zunehmenden Trockenlegung von Mooren und anderen Feuchtgebieten. Eine Besonderheit des Moorfrosches: Zur Laichzeit färben sich die Männchen himmelblau.

Nahaufnahme einer Kreuzkröte
Kreuzkröte, Foto: D. Damschen

Kreuzkröte

Die Kreuzkröte braucht trockenwarmes Brachland mit lockeren und sandigen Böden. Die Flächen müssen vegetationsarm sein, aber auch genügend Verstecke bieten. Laichplatz sind Flach- und Kleinstgewässer. In vielen Regionen Deutschlands sind die Bestände der Kreuzkröte stark rückläufig, da geeignetes Brachland oft verbaut wird und kleine Gewässer, zum Beispiel in Flussauen, trockenfallen. Auch die Kreuzkröte ist streng geschützt.

Amphibienschutz im BUND

Kreuzotter im Unterholz
Kreuzotter, Foto: F. Henkel

Kreuzotter

Obwohl die Kreuzotter in Deutschland weit verbreitet ist, kommt sie nur noch selten vor. Sie gilt ebenfalls als stark gefährdet und wurde am Grünen Band zum Beispiel im Altmarkkreis Salzwedel mehrfach beobachtet.

Die Kreuzotter wird bis zu 90 cm lang. Sie bewohnt Moore, Heiden, Waldlichtungen und -ränder sowie Bahndämme. Sie ist in der Regel sehr scheu und greift nur dann an, wenn sie sich stark bedroht fühlt. Ihre Beutetiere - Mäuse, Reptilien, Frösche, Jungvögel - tötet sie mit einem Giftbiss.

Reptilienschutz im BUND

Quelle: http://www.bund.net/bundnet/themen_und_projekte/gruenes_band/gruenes_band_deutschland/natur_am_gruenen_band/lurche_und_kriechtiere/