Gewässer und Feuchtgebiete
Einige Bäche und Flüsse im Bereich der ehemaligen Grenze wie Teile der Elbe, der Ohre, der Oker, der Saale oder der Föritz sind in naturnahem Zustand erhalten geblieben. Hier wurden sie nicht zu Verkehrsgewässern oder Abwasserkanälen umfunktioniert, sind nicht begradigt und in ein Bett gepresst worden. Wo das Wasser noch unverschmutzt und klar ist, sind der Eisvogel und die Grüne Keiljungfer, eine extrem seltene Libellenart, zu Hause. In den Elbtalauen bei Schnackenburg tummeln sich Fischotter und Laubfrösche.
Vor allem im nördlichen Abschnitt des Grünen Bandes gibt es zahlreiche Seen. Besonders faszinierend ist die Schaalseelandschaft südlich von Lübeck, seit dem Jahr 2000 als UNESCO Biosphärenreservat anerkannt. Wo die Seen verlanden, finden sich viele Großseggenriede, von Sauergräsern (Seggen) beherrschte Nasswiesen, die sich in unserer intensiv genutzten Landschaft oft nur fragmentarisch an Gräben und in Wiesensenken erhalten. Besonders anmutig wirken die Großseggenriede aus der Ferne, wenn ihre vom Wind ausgerichteten Blätter wie weiches Fell erscheinen.