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Der BUND für das Band

Als 1989 die Mauer fiel, war weitsichtigen Naturschützern beiderseits der unmenschlichen Grenze klar, welche Schätze sich hinter Stacheldraht und Sperrgräben verbargen. Noch im Wendejahr organisierte Dr. Kai Frobel, der "Vater" des Grünen Bandes und heute Artenschutzreferent des BUND in Bayern, das erste Treffen von NaturschützerInnen aus Ost und West. Statt der erwarteten 30 kamen mehr als 400. Das erste gesamtdeutsche Naturschutzprojekt wurde geboren und „Grünes Band“ getauft. Einstimmig wurde die erste Resolution zum Schutz des Grünen Bandes verabschiedet.

BUND-Aktive halten ein Transparent mit der Aufschrift: "Kein Transit durch die Rhön! Biosphärenreservat nicht zerschneiden!"
BUND-Aktive demonstrieren gegen den Bau der Bundesstraße 87n durch die Rhön. Sie würde das Grüne Band zerschneiden und zerstören.

Heute ist das Grüne Band eines der bedeutendsten Naturschutzprojekte des BUND. Mit Fachartikeln, Vorträgen, Faltblättern und einer Wanderausstellung haben wir die Idee des Grünen Bandes an die Öffentlichkeit gebracht und die Naturschutzbehörden auf seine ökologische Bedeutung aufmerksam gemacht. Bei den Politikern in Berlin setzen wir uns nach wie vor dafür ein, die gesetzlichen Grundlagen für den Schutz des Grünen Bandes zu schaffen und finanzielle Mittel bereitzustellen.

Das Angebot der Bundesregierung im Jahr 2003, die bundeseigenen Flächen im Grünen Band – knapp 9.000 Hektar - kostenlos auf die für den Naturschutz zuständigen Länder zu übertragen, war einer der größten Erfolge für das Grüne Band. Im Koalitionsvertrag der rot-schwarzen Regierung von 2005 wurde das Grüne Band als Nationales Naturerbe anerkannt.

Seit 1998 koordiniert das BUND-Projektbüro in Nürnberg die Arbeit rund ums Grüne Band. Bei der Bestandaufnahme des gesamten Grünen Bandes 2001/2002 wurden 109 verschiedene Biotope und über 600 gefährdete Tier- und Pflanzenarten erfasst.

"Erlebnis Grünes Band" heißt ein weiteres Projekt, mit dem die nachhaltige touristische Entwicklung des Grünen Bandes gefördert werden soll. Seit Januar 2007 arbeitet unser Projektbüro daran, in drei Modellregionen (Thüringer Wald/Thüringer Schiefergebirge/Frankenwald, Harz und Region Elbe-Altmark-Wendland) einen sanften Naturtourismus zu etablieren. Ob Radtouren, Wasserwandern oder Geschichtswerkstätten – die geplanten Aktivitäten sind vielfältig.

Ein BUND-Fachmann hält AnteilseignerInnen einen "Freiluft-Vortrag" über das Grüne Band.
Spendertreffen am Grünen Band.

Ein konsequenter großräumiger Schutz des Grünen Bandes steht noch immer aus. Um die wertvollen Lebensräume dennoch ohne weiteren Zeitverlust langfristig zu schützen oder auch Gebiete zu renaturieren, kaufen wir seit Ende der 90er Jahre selbst Flächen am Grünen Band, vorwiegend in unseren sechs Pilotregionen.

Zur Finanzierung der Flächenkäufe sind wir auf Spenden angewiesen. Ab einer Spende von 65 Euro werden die SpenderInnen symbolisch zu Anteilseignern und erhalten dafür einen Anteilsschein. So konnten wir bereits über 350 Hektar Fläche erwerben und für den Naturschutz sichern.

Unterstützen auch Sie mit Ihrer Spende die Arbeit des BUND für das Grüne Band!



Logo Grünes Band Deutschland

Aktuelle Termine

Auenökologie, Naturschutz und Umweltbildung

Renaturierungsmaßnahmen am Grünen Band
(15.-17. September 2008)

Erlebnis Grünes Band
(16.-17. Oktober 2008)

Titel Handlungsleitfaden

In unserem Handlungsleitfaden erfahren Sie mehr über die Bedeutung des Grünen Bandes für den Naturschutz. 

Titel des Spenden-Rundbriefes Frühjahr 2008.

Informationen über unsere Projekte am Grünen Band. Kostenlos bei uns zu bestellen.

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