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Vom Eisernen Vorhang zur Lebenslinie

Der ehemalige Grenzstreifen bei Mackenrode in Niedersachsen, Foto: K. Leidorf
Der ehemalige Grenzstreifen bei Mackenrode in Niedersachsen.

"Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört." Was Willi Brandt im November 1989 aussprach, ist längst zu einem geflügelten Wort geworden. Das Grüne Band als erstes gesamtdeutsches Naturschutzprojekt füllt diese Worte wahrhaft mit Leben.

Fast 40 Jahre lang teilte der Eiserne Vorhang Europa. Die Unmenschlichkeit dieser über 8.500 km langen Grenze zeigte sich am stärksten in Deutschland: Mauern, Stacheldraht, Wachtürme und Minen trennten Familien und Freunde über Jahrzehnte.

Gleichzeitig gab diese Grenze der Natur eine über 30-jährige Atempause. Der innerdeutsche Grenzstreifen wurde zum Refugium für viele seltene Pflanzen und Tiere. Hier entwickelten sich einzigartige Busch- und Waldparadiese, Sümpfe und Heiden mit der für sie typischen Flora und Fauna - ein einzigartiges länderübergreifendes Biotopverbundsystem von über 1.393 km Länge.

Grünes Band zweifach ausgezeichnet

Verleihung des Preis"365 Orte im Land der Ideen" an das Grüne Band
v.l.n.r.: H. Gödelmann (Umwelt- referat der Stadt Nürnberg), Ch. Stahl (Vize-Präsidentin des Bayerischen Landtages), P. Alt- hammer (Deutsche Bank, Partner der Initiative "Land der Ideen"), D. Tropper (stellv. Vors. Bund Naturschutz), Dr. K. Frobel (BN-Artenschutzreferent, Initiator des Grünen Bandes), Dr. L. Geidezis (Leitung BUND-Projektbüro Grünes Band)

Aus mehr als 2.200 Bewerbungen wählte eine unabhängige Jury das Grüne Band, das Projekt zur Erhaltung wertvoller Lebensräume entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Das Grüne Band zählt damit zu den 365 Preisträgern des bundesweit ausgetragenen Innovationswettbewerbes "365 Orte im Land der Ideen" der Standortinitiative "Deutschland – Land der Ideen".

Außerdem wurde das Grüne Band mit dem Sonderpreis "Gelebte Einheit" ausgezeichnet. Damit zählt es zu den zwölf "Ausgewählten Orten", die anlässlich des zwanzigjährigen Jubiläums der deutschen Wiedervereinigung als Botschafter für ein Miteinander von Ost und West gewürdigt werden.

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Das Grüne Band Deutschland

Seit 1989 engagiert sich der BUND auf vielfältige Weise dafür, dass uns diese wertvollen naturnahen Landschaften erhalten bleiben, dass sie nicht durch landwirtschaftliche Nutzung oder durch den Bau von Straßen und Industriegebieten zerstört werden. Der BUND setzt sich zum Beispiel dafür ein, dass die Flächen am Grünen Band, die sich im Bundesbesitz befinden, an die Länder übertragen und von diesen als Naturschutzflächen ausgewiesen werden. Der BUND kauft zum Beispiel Flächen aus Privatbesitz, um eine Zerschneidung des Grünen Bandes zu verhindern.
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Das Grüne Band Europa
Der BUND ist auch einer der Motoren des Projekts, entlang des gesamten ehemaligen Eisernen Vorhangs - vom Eismeer bis ans Schwarze Meer – das Grüne Band Europa zu „knüpfen“. Mit dem Grünen Band Europa können wir Menschen über Grenzen hinweg verbinden und zeigen, dass ein vereintes Europa auch ein gemeinsames Naturerbe hat.
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Spenden, die Geschichte schreiben

Spender vom Grünen Band auf Exkursion am Grünen Band bei Sonneberg.
Regelmäßig laden wir unsere Spender zu Exkursionen an das Grüne Band ein - hier 2009 in Sonneberg.

Menschen aus Ost und West machen mit ihren Spenden das Grüne Band zu einem wahrhaft gesamtdeutschen Projekt. Nur mit dieser Hilfe kann der BUND das Grüne Band schützen - bereits rund 410 Hektar Flächen haben wir mit einem Kauf vor der Zerstörung bewahrt!

Spenden auch Sie und werden Sie Teil der Grüne-Band-Familie!



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Foto: eyewire / fotolia.com
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