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Der großflächige Anbau von Gentech-Pflanzen gefährdet Absatzmärkte

Containerverladeplatz, Foto: Edith Ochs/www.pixelio.de
Europa könnte nicht nur den EU-Markt, sondern auch den asiatischen und den US-amerikanischen mit garantiert gentechnikfreien Produkten beliefern.

Die Ausweitung des Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen gefährdet Absatzmärkte. Deutlich wird dies am Beispiel Mais: In den USA bauen Landwirte seit 1996 großflächig Gentech-Mais an. Seither sind die Exporte von Mais in die EU und nach Japan zusammengebrochen.

Da die europäischen VerbraucherInnen keine Agro-Gentechnik wollen, die USA jedoch aufgrund allgegenwärtiger Verunreinigungen kaum mehr gentechfreie Chargen liefern können, haben die europäischen Händler den Partner gewechselt. Jetzt beliefern Länder, in denen keine Gentech-Mais-Sorten angebaut werden, den EU-Markt mit Mais im Wert von jährlich 300 Millionen US-Dollar – Einnahmen, die den amerikanischen Landwirten verloren gegangen sind.

Weil es bisher nur geringfügig kommerziellen Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in der EU gibt, verfügt die hiesige Landwirtschaft über einen großen Wettbewerbsvorteil: Sie kann die Nachfrage nach garantiert gentechnikfreien Produkten befriedigen – und das nicht allein für den EU-Binnenmarkt mit 493 Millionen VerbraucherInnen, die in ihrer großen Mehrheit Gentechnik ablehnen, sondern auch für den asiatischen und den US-Markt.



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