Keine andere Gentech-Pflanze wird häufiger angebaut als die herbizidresistente Sojabohne des US-Konzerns Monsanto. 2007 wuchs sie auf 58, 6 Millionen Hektar, überwiegend in den USA und in Argentinien. Die Erfahrungen in beiden Ländern gleichen sich: Bereits nach drei Jahren bilden Ackerunkräuter Resistenzen gegen das Spritzmittel Roundup, der Verbrauch an Herbiziden steigt. In den USA sind inzwischen zahlreiche Unkräuter resistent gegen Glyphosat (Wirkstoff in Roundup). Berichte sprechen von 13 Arten, aus Argentinien werden 14 resistente Arten gemeldet. In Argentinien wird pro Hektar 58 Prozent mehr Glyphosat gespritzt als zu Beginn des Gentech-Soja-Anbaus 1996, in den USA seit 1994 sogar 150 Prozent mehr. Um die Unkräuter überhaupt noch in den Griff zu bekommen, werden weitere, zum Teil hochgiftige Mittel verwendet.
In Kanada, dem Gentech-Raps-Land Nr. 1, tritt Raps inzwischen als Unkraut auf - Rapspflanzen, die die Herbizidresistenzen mehrerer genveränderter Sorten in sich vereinen, wachsen unkontrollierbar auf Flächen, auf die sie nicht gehören.
Dabei ist Roundup beziehungsweise sein Wirkstoff Glyphosat nicht nur für Pflanzen toxisch, sondern auch für Mikroorganismen und Tiere, beispielsweise Amphibien. Es beeinträchtigt die Aufnahme von Mikronährstoffen und zeigt negative Wirkungen auf das Bodenleben und die Bodenfruchtbarkeit.