Gentechnisch veränderte Pflanzen sind für eine Landwirtschaft gemacht, deren Vorbild die industrielle Produktion ist. Große Flächen, auf denen Jahr um Jahr dieselbe Feldfrucht angebaut wird, lassen sich kaum effizienter bewirtschaften. Effizienz heißt: Senkung der Produktionskosten durch Einsparung von Arbeitskräften, Treibstoff und Maschinen und Sicherung des Ertrags über die Größe der bewirtschafteten Flächen, nicht über den einzelnen Hektar. Solche Monokulturen führen per se zu einem Verlust der Artenvielfalt. Außerdem sind sie anfälliger für Schädlingsbefall und Krankheiten, wodurch sich der Pestizideinsatz erhöht.
Gentechnisch veränderte Organismen leben. Anders als Chemikalien können sie sich vermehren, verändern, genetisch austauschen, ausbreiten und in Wechselwirkungen mit anderen Organismen treten. Einmal in die Umwelt entlassen, sind sie praktisch nicht mehr rückholbar. Wie lange gentechnisch veränderte Pflanzen beziehungsweise ihre Gene in der Umwelt überdauern, hängt von vielen Faktoren ab: die Größe der mit Gentech-Pflanzen bestellten Felder, Häufigkeit ihres Anbaus – ein Jahr, einige oder viele Jahre -, Nachbarschaft mit kreuzungsfähigen Kultur- und Wildpflanzen, Menge des Pollens, den sie produzieren und seine Verbreitung durch Wind und Insekten. Und natürlich hängen Verbreitung und Überdauerung auch von der Pflanzenart ab. Mehr...