Im Jahr 2008 haben in Deutschland 40 Betriebe überwiegend in den östlichen Bundesländern auf knapp 3.200 Hektar gentechnisch veränderten Mais der Linie Mon 810 des US-Konzerns Monsanto ausgesät (nach 344 Hektar 2005, 948 Hektar 2006 und 2685 Hektar im Jahr 2007). Das entspricht knapp 0,03 Prozent der Ackerfläche in Deutschland.
Ob es hierzulande zu einem großflächigen Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen kommt, hängt von zwei Faktoren ab: der Bereitschaft der Bauern, transgenes Saatgut auszubringen und der Bereitschaft der KonsumentInnen, gentechnisch veränderte Lebensmittel zu kaufen. Klar ist: Je mehr gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut werden, desto schwieriger wird eine strikte Trennung der unterschiedlichen Produktionsweisen, d.h. einer Landwirtschaft mit und ohne Gentechnik. Die Folge: Der Aufwand und damit die Kosten, Verunreinigungen zu vermeiden, werden steigen, gentechnische Kontaminationen könnten von der Ausnahme zur Regel werden.
Der großflächige Anbau von Gentech-Pflanzen bedroht die gentechnikfreie Produktion konventionell und ökologisch wirtschaftender Bauern und damit die Wahlfreiheit von LandwirtInnen und KonsumentInnen. Eine Möglichkeit, sie dauerhaft zu schützen, besteht in der Schaffung freiwilliger gentechnikfreier Regionen. Fast eine Million Hektar Fläche haben deutsche Bauern schon für gentechnikfrei erklärt. Das entspricht etwa neun Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Deutschland.
Der BUND unterstützt Landwirtinnen, Kommunalpolitiker und alle anderen Aktiven bei der Gründung Gentechnikfreier Regionen und Gemeinden. Alle Informationen darüber finden sich auf www.gentechnikfreie-regionen.de.