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Warum unterstützt der BUND die Kennzeichnung "ohne Gentechnik"?

Die neue Regelung sorgt für Klarheit: Bisher tappen Verbraucher bei konventionell erzeugten tierischen Produkten wie Milch, Fleisch und Eiern vollkommen im Dunkeln, ob die Tiere gentechnisch verändertes Futter bekommen haben oder nicht. Nur der Bauer weiß, was er verfüttert, VerbraucherInnen erhalten diese Information nicht. Das ändert sich mit der neuen Kennzeichnung. „Ohne Gentechnik“ heißt, dass Tiere den größten Teil ihres Lebens keine Gentech-Pflanzen im Trog hatten.

Die neue Regelung sorgt für Wahlfreiheit: 80 Prozent aller gentechnisch veränderten Pflanzen wandern ins Tierfutter. Ausgerechnet das Marktsegment, in dem das Gros von gentechnisch veränderten Soja-, Mais- und Raps-Pflanzen verwertet wird, kann von den Verbraucherinnen und Verbrauchern mit ihrem Kaufverhalten bisher kaum beeinflusst werden. Das ändert sich mit der neuen Kennzeichnung. VerbraucherInnen können erstmals auch bei tierischen Produkten wählen, ob sie Gentechnik im Futtertrog akzeptieren oder nicht.

Die neue Regelung ermöglicht Verbrauchern, den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen zurückdrängen: 2007 wuchsen gentechnisch veränderte Pflanzen nach Industrienangaben auf einer Fläche von 114 Millionen Hektar, überwiegend in Nord- und Südamerika. Das entspricht rund 7, 6 Prozent der weltweiten Ackerfläche. Mit Tierfutter werden davon rund 90 Millionen Hektar bepflanzt bzw. etwas mehr als sechs Prozent aller Äcker. Die neue Kennzeichnung ermöglicht VerbraucherInnen, mit ihrer Kaufentscheidung zu beeinflussen, ob gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut werden oder nicht. Mit jedem gekauften Produkt, das die „ohne Gentechnik“-Kennzeichnung trägt, setzen sie dem Anbau Grenzen.



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Foto: eyewire / fotolia.com

Fünf-Minuten-Info

Stoppuhr in Hand, Foto: www.pixelio.de/dr

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