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REACH in der Praxis

Am 1. Juni 2007 ist REACH in Kraft getreten. Ist damit nun alles vorbei? Im Gegenteil! Denn nun kommt die eigentlich entscheidende Phase: REACH muss sich in der Praxis bewähren und zeigen, ob es geeignet ist, Umwelt und Verbraucher tatsächlich besser zu schützen.

Damit dies gelingen kann, sind noch viele Schritte nötig. Zum Beispiel müssen noch die Grenzwerte für Stoffe, die sich in der Umwelt und in der Nahrungskette anreichern, festgelegt werden. Diese Grenzwerte sind für den Erfolg von REACH sehr wichtig, denn an ihnen entscheidet sich, welche Stoffe in Zukunft verpflichtend ersetzt werden müssen.

Europa-Parlament in Brüssel, Foto: wikipedia
Noch viel zu tun in Brüssel: Die Überarbeitung einzelner Teile von REACH ist schon geplant. Der BUND wird sich auch weiter einmischen.

Auf Grund der Vielzahl der Stoffe wird es noch bis 2018 dauern, bis alle Chemikalien, die unter REACH fallen, tatsächlich registriert sind. Damit besonders gefährliche Stoffe möglichst schnell ersetzt werden, wird es eine Liste mit oft verwendeten problematischen Stoffen geben. Diese müssen das Zulassungsverfahren als erste durchlaufen. Um den Inhalt dieser Liste wird heftig gerungen, denn die Hersteller möchten ihre „Problemkinder“ noch ein wenig behalten.

Für weitere Diskussionen werden die bereits geplanten Überarbeitungen einzelner Teile von REACH sorgen. Diese Überarbeitungsprozesse sollen z.B. klären, ob die VerbraucherInnen weitergehende Rechte unter REACH bekommen sollen und ob hormonell wirksame Schadstoffe grundsätzlich ersetzt werden müssen. Der BUND wird sich dafür einsetzen, dass im Zuge der geplanten Überarbeitungen der Schutz von Umwelt und Gesundheit verbessert wird.



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