Bisher war es für Verbraucher sehr schwer herauszufinden, ob ihr T-Shirt, der neue Fernseher oder ihre Möbel gefährliche Chemikalien enthalten. REACH bietet Verbraucherinnen nun neue Möglichkeiten, Produkte mit problematischen Stoffen zu erkennen und zu vermeiden.
Als "besonders besorgniserregend" gelten Stoffe, die sich im Körper und in der Umwelt anreichern, die das Erbgut oder die Fruchtbarkeit schädigen, die Krebs erregen können oder das Hormonsystem stören. Im Juni 2009 wird die EU eine erste offizielle Liste solcher Stoffe für die Regulierung unter REACH vorlegen. Dann können Verbraucher von den Herstellern verlangen, ihnen mitzuteilen, ob ein Produkt "besonders besorgniserregende" Stoffe enthält. Die Hersteller sind dank REACH verpflichtet diese Anfragen innerhalb von 45 Tagen kostenlos zu beantworten.
Auch wenn dies erst ab Mitte 2009 gilt – verantwortungsbewusste Hersteller sollten schon jetzt bereit sein, auf Ihre Anfragen zu antworten. Nutzen Sie diese Gelegenheit, um klar zu machen, dass Sie keine Produkte kaufen möchten, die problematische Stoffe enthalten. Damit können Sie ein starkes Signal senden, denn nichts fürchten Unternehmen mehr, als dass ihnen die Kunden abhanden kommen!
In der Broschüre "Das muss drin sein!" finden Sie einen Musterbrief, mit dessen Hilfe Sie von Ihrem neuen Auskunftsrecht unter REACH Gebrauch machen können.