Sie befinden sich hier:

Fortschritte durch REACH

Umkehr der Beweislast

Bisher lag die Verantwortung für die Sicherheit von Chemikalien bei den Behörden. So lange es keine Daten gab, die die Gefährlichkeit eines Stoffes belegten, hatten die Hersteller nichts zu befürchten ("keine Daten, keine Sorgen"). Durch REACH wird nun die Beweislast auf die Industrie übertragen. Für jede Chemikalie, die in einer Menge von mehr als einer Tonne pro Jahr in der EU vermarktet wird, müssen die Hersteller Daten über die Sicherheit dieses Stoffes vorlegen. Ohne diese Angaben darf ein Stoff in der EU nicht mehr verkauft werden ("keine Daten, kein Markt").


Gefahren besser erkennen

Bisher mussten nur die Stoffe, die erstmals nach 1981 in der EU vermarktet wurden, auf ihre Umwelt- und Gesundheitsfolgen geprüft werden. Diese "Neustoffe" machten aber nur etwa 4 % der ca. 100.000 in der EU verwendeten Chemikalien aus. Dank REACH werden die Hersteller für ca. 30.000 Stoffe zum ersten Mal Informationen vorlegen müssen. Dadurch wird sich unser Wissen über die Gefährlichkeit von Chemikalien erheblich verbessern.


Bessere Kontrolle gefährlicher Stoffe

Durch REACH werden Stoffe, die Krebs erregen, die die Gene schädigen, die Fruchtbarkeit beeinträchtigen oder in das Hormonsystem eingreifen, nur noch nach einer Zulassung erlaubt sein. Stoffe, die sich in der Nahrungskette und in der Umwelt anreichern (sogenannte PBT und vPvB), werden verboten, wenn es sicherere Alternativen gibt.


Mehr Rechte für Konsumenten

Im Juni 2009 wird die EU eine erste Liste mit "besonders besorgniserregenden" Stoffen vorlegen. Dann können Verbraucher direkt bei den Herstellern anfragen, ob ihre Produkte solche Stoffe beinhalten. Die Firmen müssen diese Anfragen dann binnen 45 Tagen beantworten.



Ihre Spende hilft.

Suche

Metanavigation: