Aus Sicht des BUND ist REACH ein erster Schritt in die richtige Richtung. Diesem Schritt müssen nun weitere folgen:
Wir erwarten von den zuständigen Behörden, dass sie auf eine vollständige und korrekte Umsetzung von REACH achten.
Der verbleibende Spielraum bei der Ausgestaltung von REACH muss konsequent genutzt werden, um den Schutz von Umwelt und Gesundheit zu verbessern. Dazu müssen die Kriterien für die Zugehörigkeit eines Stoffes in die Gruppe giftiger Stoffe, die sich im Körper und in der Umwelt anreichern (PBT), möglichst streng ausgelegt werden. Das Konzept "sicherer Grenzwerte" ist irreführend, weil es eine falsche Sicherheit vortäuscht. Stattdessen ist bei "besonders besorgniserregenden" Stoffen auf einen Ersatz durch weniger gefährliche Stoffe zu drängen.
Die geplanten Überprüfungen einzelner Teile von REACH müssen genutzt werden, um REACH im Sinne des Umwelt- und Verbraucherschutzes nachzubessern. Hier bietet sich unter anderem die Möglichkeit, den Anwendungsbereich von REACH auf weitere gefährliche Stoffe auszudehnen, den verpflichtenden Ersatz hormonell wirksamer Chemikalien durchzusetzen und mehr Informationsrechte für die Verbraucherinnen zu erreichen.
Für viele problematische Stoffe gibt es gute Alternativen. Wir erwarten von den Herstellern, auf solche Alternativen zurückzugreifen und problematische Stoffe so schnell wie möglich zu ersetzen – auch, wenn dies von REACH nicht in allen Fällen vorgeschrieben wird. Wenn sichere Alternativen noch fehlen, ist die chemische Industrie aufgefordert, gezielt danach zu forschen.