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Die Position des BUND zu REACH

Mit der Verabschiedung von REACH ist ein Anfang gemacht, um Umwelt und Verbraucher zukünftig besser vor den Gefahren problematischer Chemikalien zu schützen. Erstmals wird die Industrie zu vielen Stoffen Umwelt- und Gesundheitsinformationen vorgelegen müssen. Viele Stoffe, die sich in der Umwelt oder im Körper anreichern, werden unter REACH verboten werden. Verbraucherinnen erhalten außerdem bessere Möglichkeiten, sich über gefährliche Stoffe in Produkten zu informieren.

Umweltschützerinnen als OP-Schwestern verkleidet vor dem EU-Parlament in Straßburg mit Transparent: "Surgery completed- patient barely alive"
Protest in Straßburg nach der Verabschiedung von REACH im Dezember 2006: "Operation beendet – Patient hat knapp überlebt"

Leider gibt es auch in der neuen Gesetzgebung REACH viele Schwachstellen und Lücken, die einem effektiven Umwelt- und Verbraucherschutz entgegenstehen. Viele krebserregende und erbgutschädigende Substanzen sowie hormonelle Schadstoffe können weiter vermarktet werden, auch wenn es sicherere Alternativen gibt. Die Gefährlichkeit vieler Stoffe wird weiter im Dunkeln bleiben, weil diese nicht ausreichend auf ihre Folgen für Mensch und Umwelt getestet werden müssen.

Damit REACH zum Erfolg wird, müssen die Möglichkeiten voll ausgeschöpft werden, die REACH für den Schutz von Umwelt und Gesundheit bietet. Zusätzlich müssen die geplanten Überarbeitungen der Verordnung genutzt werden, um REACH zu verbessern. Dafür werden wir uns weiter einsetzen.

Lesen Sie auch das BUND-Hintergrundpapier: "REACH: Ein fauler Kompromiss auf Kosten von Umwelt und Gesundheit", Stand: 12. Dezember 2006



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