Was sind Nanomaterialen?
Nanomaterialien sind winzige Teilchen chemischer Stoffe, die maximal einige hundert Nanometer (nm) messen (zum Vergleich: ein rotes Blutkörperchen ist etwa 7.000 nm breit). Weil sie so klein sind, werden Nanomaterialen besser vom Körper aufgenommen und können bis in einzelne Zellen vordringen. Häufig sind sie chemisch reaktiver und giftiger, auch wenn sie in größerer Form als unbedenklich gelten. In Lebensmitteln werden Nanomaterialien unter anderem verwendet, um deren Vitamin- und Mineralstoffgehalte zu erhöhen. Aktive Wirkstoffe (z.B. Vitamine A und E, Omega 3, Koenzym Q 10) werden in Nanokapseln eingeschlossen, die sich nur unter bestimmten Bedingungen im Körper wieder öffnen. "Rieselhilfen", die Klumpen in streufähigen Pulvern wie Kochsalz oder Gewürzmischungen verhindern sollen, werden häufig in Nanogröße verwendet. In der Landwirtschaft werden Nanomaterialen in Düngern und Pestiziden eingesetzt und gelangen so direkt in die Umwelt. Auch in Verpackungen oder Küchenutensilien werden Nanostoffe verwendet. So wird zum Beispiel Nano-Silber benutzt, um antibakterielle Beschichtungen für Folien oder Kühlschränke herzustellen.