Die BUND-Studie
Zusammen mit seinen Partnerorganisationen Friends of the Earth Australien, Europa und USA hat der BUND eine erste Studie zur Verwendung von Nanomaterialien im Lebensmittelsektor erarbeitet und dabei 93 Nanoprodukte ermittelt. Das ist jedoch nur die Spitze des Eisbergs, weil die meisten Hersteller keine Angaben zur Verwendung von Nanomaterialien machen. Weltweit sind schätzungsweise schon bis zu 600 Nano-Lebensmittel und 400-500 Lebensmittelverpackungen mit "Nano-Zusätzen" auf dem Markt. Bisher gibt es nirgendwo auf der Welt Gesetze, die Sicherheitstests vorschreiben, bevor Nanomaterialen vermarktet werden dürfen. Zudem gibt es keine gesetzliche Kennzeichnungspflicht für Produkte, die Nanomaterialen enthalten. Das macht es oft praktisch unmöglich, sie zu erkennen.
Der BUND fordert einen Verkaufsstopp für den Einsatz von Nanomaterialien im Lebensmittelsektor, bis verpflichtende Sicherheitstests eingeführt werden. Solange nicht hinreichend gewährleistet ist, dass Nanoprodukte ungefährlich sind, dürfen diese nicht verkauft werden. Außerdem muss eine Kennzeichnungspflicht für sie geschaffen werden, damit die Verbraucherinnen und Verbraucher frei entscheiden können, ob sie Nanoprodukte kaufen wollen oder nicht.
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