Krankenhäuser realisieren durch die Vermeidung DEHP-haltiger Medizinprodukte einen entscheidenen Schritt im Sinnes des vorsorgenden Gesundheitschutzes. Dabei wird aktiv der unmittelbare Schutz der Patienten und Mitarbeiter erhöht. Darüber hinaus leisten Krankenhäuser aber einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz, indem sie ihren Verbrauch von PVC verringern. Denn viele Alternativprodukte sind nicht nur frei von Weichmachern, sondern unproblematischer in der Herstellung und Entsorgung. Ein Handeln im Sinne des vorsorgenden Gesundheitsschutzes heißt in jedem Falle eine Verbesserung der Serviceleistung am Patienten. Krankenhäuser gewinnen so Wettbewerbsvorteile.
Denn obwohl das potenzielle Risiko von Weichmachern regelmäßig öffentlich diskutiert wird, sind die praktischen Auswirkungen bisher relativ gering. Bisher haben nur wenige Krankenhäuser das Problem der giftigen Weichmacher erkannt und als Marketing-Instrument genutzt. Solange sich der Gesetzgeber nicht konsequent seiner Verantwortung stellt, eine solide gesetzliche Basis für diesen Bereich des Gesundheitsschutzes zu schaffen, können Krankenhäuser die Chance nutzen und eine Vorreiterrolle einnehmen. Durch die Vermeidung DEHP- bzw. PVC-haltiger Medizinprodukte einerseits und eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit andererseits können sich Kliniken gegenüber der Konkurrenz einen erheblichen Vorteil verschaffen.
Daher das Angebot des BUND an alle interessierten Krankenhäuser: Beteiligen Sie sich als eines der ersten deutschen Krankenhäuser an unserer Initiative und lassen sich als Positivbeispiel von der Öffentlichkeitsarbeit des BUND unterstützen.