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Gesundheitsschäden bei Frauen durch Chemikalienbelastung

Krebs

Innerhalb der letzten 40 Jahre ist in den westlichen Industrieländern eine deutliche Zunahme des Auftretens von Brustkrebs unter Frauen festzustellen. Brustkrebs gilt heute in der EU als die häufigste Todesursache bei Frauen im Alter von 35 bis 55 Jahren. Es ist bekannt, dass das Auftreten von Brust- und Unterleibskrebs durch natürlich vorkommende Hormone beeinflusst wird. Dies weist darauf hin, dass eine Exposition gegenüber chemischen Stoffen mit hormonähnlicher Struktur und Wirkung ebenfalls relevant sein kann.

Gleichwertig kritisch sind neben der Konzentration der einwirkenden Chemikalien auch der Zeitraum der Einwirkung und dabei insbesondere die Lebensphase vom Fötus bis zur Spätpubertät.


Vorzeitige Pubertät

Eine der besorgniserregendsten Auswirkungen, die mit hormonellen Schadstoffen in Verbindung gebracht werden kann, ist die zunehmende frühzeitige Geschlechtsreife bei Mädchen. Studien an Mädchen, bei denen bereits im Alter von unter acht Jahren eine Brustentwicklung festgestellt wurde, zeigen, dass sie durchschnittlich sechsmal höher mit dem Phthalat DEHP belastet waren – einem bekannten hormonell wirkenden Weichmacher.

Frühchen im Brutkasten, Foto: www.sxc.hu
Das Risiko einer Frühgeburt steigt offenbar mit dem DDE-Gehalt im Blut der Mutter.

Fehlgeburten und Geburtsschäden

Eine 2001 in „The Lancet“ veröffentlichte Studie fand eine enge Verbindung zwischen der Wahrscheinlichkeit von Frühgeburten und dem DDE-Gehalt im Blut der Mutter, einem Abbauprodukt des bekannten Pestizids DDT. Hohe DDE-Konzentrationen steigern zudem die Wahrscheinlichkeit, dass Neugeborene bei der Geburt zu klein für ihr Alter sind, was wiederum diverse Spätfolgen, z.B. Hörprobleme, zur Folge haben kann. Auch nimmt der Autor der Studie an, dass die Verwendung von DDT für mindestens 15 Prozent aller Totgeburten in den USA während der 1960er Jahre verantwortlich sein könnte.

Quelle: http://www.bund.net/bundnet/themen_und_projekte/chemie/chemie_und_gesundheit/krank_durch_chemikalien/frauen/