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Chemikalienbelastung in Blut und Nabelschnurblut

Blutröhrchen in Ständer, Foto: www.sxc.hu
Durch Blutuntersuchungen kann die Chemikalienbelastung in der Bevölkerung ermittelt werden.

Neben Muttermilch werden Blutuntersuchungen verwendet, um einen Überblick über die Chemikalienbelastung der Bevölkerung zu bekommen.

Ein Vergleich der Belastung des Blutes von Müttern und deren Kindern in Europa ergab, dass im Blut der Kinder mit 59 verschiedenen Substanzen mehr Schadstoffe gefunden wurden als im Blut der Mütter (49 Substanzen). Kinder waren zwar weniger stark mit „alten“ Schadstoffen wie DDT oder PCB belastet als ihre Eltern oder Großeltern. Blutuntersuchungen an deutschen Kleinkindern im Alter von 14 bis 47 Monaten zeigen jedoch, dass die Ziel- und Schutzgröße der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für PCB, Dioxine und Furane bei den meisten Kinder überschritten wurde.

Von den neueren Chemikalien, nämlich bromierten Flammschutzmitteln, Fluorverbindungen und synthetischen Moschusverbindungen, wurden die höchsten Konzentrationen im Blut der Kinder gemessen. 17 verschiedene polybromierte Diphenylether fanden sich im Blut der Kinder, dagegen nur acht im Blut der Mütter. Auch die höchste Konzentration von Bisphenol A – einer Substanz, die bereits in sehr geringen Mengen das Hormonsystem beeinträchtigen kann – wurde in einem Kind gefunden.

Auch im Blut von Schwangeren wurden Chemikalien nachgewiesen, die an das ungeborene Kind weitergegeben werden und dieses in besonders empfindlichen Entwicklungsprozessen nachhaltig schädigen können. Bei einer Untersuchung in Grönland wurden im Nabelschnurblut sogar höhere Konzentrationen von Methylquecksilber gefunden als im mütterlichen Blut.



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BUND-Studie „Gesundheitsschäden durch eine verfehlte Chemikalienpolitik – Kinder besser schützen“

Titelbild der BUND-Studie "Gesundheitsschäden durch eine verfehlte Chemikalienpolitik - Kinder besser schützen"

Die Studie fasst aktuelle Untersuchungen zur Belastung von Kindern mit gefährlichen Chemikalien und den damit verbundenen Erkrankungen zusammen.

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