Sie befinden sich hier:

Quecksilber

Am meisten wird Quecksilber in Europa in Chlor-Alkali-Werken zur Chlorgewinnung und Produktion von Natronlauge verwendet. An zweiter Stelle steht seine Nutzung für Amalgam-Zahnfüllungen. Andere Einsatzgebiete sind Temperatur- und andere Messgeräte, Energiesparlampen und Batterien.

Durch seinen vielseitigen Einsatz hat sich Quecksilber weltweit in der Umwelt ausgebreitet und reichert sich zunehmend in unserer Nahrungskette an. Seine negativen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt sind unbestritten.

Mann beim Zahnarzt. Foto: www.pixelio.de
Neben der Herstellung von Natronlauge wird Quecksilber heute am häufigsten für die Herstellung von Zahnfüllungen aus Silber-Amalgam verwendet.

Quecksilber ist giftig für Mensch und Umwelt. Bereits geringe Mengen können das Nervensystem schädigen. Besonders die Entwicklung der Hirnfunktion von Kindern kann durch Quecksilber-Verbindungen stark beeinträchtigt werden. Es gibt außerdem zahlreiche Gesundheitsschäden, die sich auf eine Quecksilberbelastung zurückführen lassen, wie Herz-Kreislauferkrankungen, Schäden des Immunsystems oder der Fortpflanzungsorgane sowie allgemeine vegetative Störungen.

Seefisch gilt mittlerweile als so hoch belastet, dass Schwangeren vom Genuss bestimmter Seefische abgeraten wird. Eine Grenzwertfestlegung erscheint fraglich, da einige Wissenschaftler bezweifeln, ob es überhaupt eine unbedenkliche Menge für den menschlichen Körper gibt.

Die EU beschäftigt sich schon seit langem mit der Quecksilber-Problematik. Jüngst hat sie eine Richtlinie verabschiedet, nach der der Export von Quecksilber ab 2010 verboten sein wird. Bereits im Jahr 2005 veröffentlichte die Kommission eine Quecksilber-Strategie , die eine zentrale Rolle bei der europaweiten politischen Entwicklung spielen wird. Darin fordert das Europäische Parlament die Kommission unter anderem auf, bis Ende 2007 einen Vorschlag zur Begrenzung von Amalgam in Zahnfüllungen vorzulegen.

Der BUND setzt sich als deutscher Kooperationspartner der europaweiten Kampagne "Stay Healthy, Stop Mercury" für die Reduktion der Quecksilberverschmutzung ein. Im Rahmen dieser Arbeit hat der BUND im Februar 2007 die Studie "Quecksilber – Globale Belastung und Gefährdung kindlicher Fähigkeiten" veröffentlicht, die den Stand der Untersuchungen zu Gesundheitsschäden durch Quecksilber und zur weltweiten Verbreitung von Quecksilber zusammenfasst.



Direkt zur Online-Spende
Foto: eyewire / fotolia.com

BUND-Studie: "Quecksilber – Globale Belastung und Gefährdung kindlicher Fähigkeiten"

Titelbild der BUND-Studie: "Quecksilber - Globale Belastung und Gefährdung kindlicher Fähigkeiten"

Die Studie fasst den Stand der Unter­suchungen zu Gesundheits- schäden durch Quecksilber zusammen. Hauptsächliche Quellen der Belastung sind Fettfische, quecksilberhaltige Medizinprodukte und Amalgamfüllungen.

Studie herunterladen

Suche

Metanavigation: