Quecksilber ist giftig für Mensch und Umwelt. Bereits geringe Mengen können das Nervensystem schädigen. Besonders die Entwicklung der Hirnfunktion von Kindern kann durch Quecksilber-Verbindungen stark beeinträchtigt werden. Es gibt außerdem zahlreiche Gesundheitsschäden, die sich auf eine Quecksilberbelastung zurückführen lassen, wie Herz-Kreislauferkrankungen, Schäden des Immunsystems oder der Fortpflanzungsorgane sowie allgemeine vegetative Störungen.
Seefisch gilt mittlerweile als so hoch belastet, dass Schwangeren vom Genuss bestimmter Seefische abgeraten wird. Eine Grenzwertfestlegung erscheint fraglich, da einige Wissenschaftler bezweifeln, ob es überhaupt eine unbedenkliche Menge für den menschlichen Körper gibt.
Die EU beschäftigt sich schon seit langem mit der Quecksilber-Problematik. Jüngst hat sie eine Richtlinie verabschiedet, nach der der Export von Quecksilber ab 2010 verboten sein wird. Bereits im Jahr 2005 veröffentlichte die Kommission eine Quecksilber-Strategie , die eine zentrale Rolle bei der europaweiten politischen Entwicklung spielen wird. Darin fordert das Europäische Parlament die Kommission unter anderem auf, bis Ende 2007 einen Vorschlag zur Begrenzung von Amalgam in Zahnfüllungen vorzulegen.
Der BUND setzt sich als deutscher Kooperationspartner der europaweiten Kampagne "Stay Healthy, Stop Mercury" für die Reduktion der Quecksilberverschmutzung ein. Im Rahmen dieser Arbeit hat der BUND im Februar 2007 die Studie "Quecksilber – Globale Belastung und Gefährdung kindlicher Fähigkeiten" veröffentlicht, die den Stand der Untersuchungen zu Gesundheitsschäden durch Quecksilber und zur weltweiten Verbreitung von Quecksilber zusammenfasst.