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Unsere Arbeitsschwerpunkte

Es fällt nicht leicht, aus den vielen Schadstoffen, die uns im Alltag umgeben, einzelne Stoffe auszuwählen und sie ins Zentrum unserer politischen Arbeit zu rücken. Schließlich gibt es für jeden einzelnen potenziell schädlichen Stoff genügend Argumente, seine Auswirkungen auf Mensch und Umwelt öffentlich zu machen und sich für eine ausreichende Regulierung einzusetzen. Unter Berücksichtigung des Vorsorgeprinzips sollten alle synthetisch hergestellten Stoffe mit gefährlichen Eigenschaften in umweltoffenen und verbrauchernahen Anwendungen durch sichere Alternativen ersetzt werden.

Schwangerenbauch mit Stempelaufdruck "Sondermüll"
Plakat einer Serie, mit der der BUND den Gesetzgebungsprozess zu REACH begleitet hat.

Dass der Kontakt mit chemischen Stoffen eine Gefahr für die menschliche Gesundheit bedeuten kann, ist vielen Verbrauchern bekannt. Doch gehen die meisten Menschen beim Umgang mit Alltagsgegenständen wie Babyfläschchen, Kleidung, Spielzeugen oder Haushaltsgeräten davon aus, dass die darin enthaltenen Substanzen fest im Material gebunden und ungefährlich für Mensch und Umwelt sind. Leider sieht die Realität oft anders aus. Viele chemische Substanzen können im Laufe der Zeit aus dem Produkte ausgasen, oder sie lösen sich durch mechanische Beanspruchung, Wasser- oder Hautkontakt aus dem Gegenstand. Dies ist sehr problematisch, da der Mensch dann direkt mit den Substanzen in Berührung kommt. Und auch die Umwelt wird in unkontrolliert mit diesen Stoffen verunreinigt.

Der BUND hat den gesamten Prozess der neuen Chemikaliengesetzgebung REACH begleitet und sich für ein starkes REACH eingesetzt, das einen ausreichenden Schutz für Umwelt und Verbraucher vor gefährlichen Stoffen gewährleisten sollte. So muss die Industrie durch REACH nun erstmals ca. 30.000 chemische Stoffe, die seit Jahrzehnten im Umlauf sind, auf ihre Umwelt- und Gesundheitsfolgen prüfen. Chemikalien, die sich in der Umwelt nicht abbauen oder sich im Körper anreichern, müssen künftig durch sicherere Stoffe ersetzt werden. Doch aufgrund des starken Einflusses der Chemieindustrie gibt es verschiedene Schwachpunkte, die bei der 2011 anstehenden Überarbeitung des Gesetzes nachbereitet werden müssen.

Einige Stoffe sind in Alltagsgegenständen weit verbreitet oder beeinträchtigen die menschliche Gesundheit und die Umwelt auf besondere Weise. Das betrifft die Phtalate – insbesondere das DEHP – und Bisphenol A als Weichmacher, die bromierten Flammschutzmittel, Fluorverbindungen und das Quecksilber. Diesen Stoffen bzw. Stoffklassen räumen wir in unserer Arbeit einen besonderen Stellenwert ein.



Unser etwas anderes Daumenkino thematisiert den Zusammenhang zwischen Erkrankungen und giftigen Chemikalien.

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