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Chemie und Gesundheit

Die weltweite Chemikalienproduktion stieg von einer Million Tonnen im Jahr 1930 auf heute 400 Millionen Tonnen. Auf dem europäischen Markt befinden sich derzeit ca. 100.000 Chemikalien, von denen nur etwa vier Prozent vorher auf ihre Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit überprüft wurden.

zwei Kinder bei einer Heuchlacht
Sorglos im Heu spielen? Für viele Kinder ist dies unmöglich geworden, denn immer mehr leiden an Allergien, die in Verbindung mit der Schadstoffbelastung gebracht werden. Inzwischen leidet jeder dritte Schulanfänger an Asthma.

In vielen Bereichen unseres Alltags – ob im Haushalt, in der Freizeit oder in der Medizin – ist  der Kontakt mit synthetischen Chemikalien kaum vermeidbar. Dabei kommen unterschiedliche Eigenschaften der Chemikalien zum Tragen, die neben ihren gewünschten Effekten auch gesundheitsschädliche Auswirkungen haben können.

Wissenschaftliche Studien belegen, dass sich in den Geweben von Tieren und Menschen viele industriell hergestellte Stoffe ansammeln. In Muttermilch sind inzwischen über 300 Chemikalien nachweisbar, darunter die inzwischen weltweit verbotenen Stoffe PCB und DDT. Aber auch ohne gesundheitliche Risikobewertung der einzelnen Substanzen ist allein die Anzahl der gefundenen Stoffe besorgniserregend. Denn viele wurden vorher nicht getestet, und mögliche Cocktaileffekte werden bisher nicht berücksichtigt.  

Die Lösung ist klar: Nur durch einen verantwortungsbewussten und am Vorsorgeprinzip ausgerichteten Umgang mit Chemikalien lassen sich langfristig Schäden vermeiden. Hier ist vor allem die produzierende Industrie in der Pflicht. Die neue europäische Chemikaliengesetzgebung REACH weist hier grundsätzlich in die richtige Richtung. Sie billigt auch dem Verbraucher einen Rechtsanspruch auf Information zu, der es ihm erleichtert, eine verantwortungsvolle Produktwahl zu treffen.



Unser etwas anderes Daumenkino thematisiert den Zusammenhang zwischen Erkrankungen und giftigen Chemikalien.

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