Eine der bedeutendsten diffusen Quellen für Schadstoffeinträge in die Umwelt ist die Landwirtschaft. Allein in Deutschland werden im Jahr ca. 30.000 Tonnen Pestizide auf Äcker und Obstbäume gespritzt – Tendenz steigend. Auch über die Forstwirtschaft gelangen Schadstoffe in die Umwelt.
Viele der eingesetzten Pestizide verbleiben nicht dort, wo sie die Landwirte ausbringen, sondern werden bei Regen abgeschwemmt, vom Wind verweht, versickern im Boden oder verdunsten. An unseren Nahrungsmitteln bleiben nicht selten Pestizidrückstände haften, die wir als Verbraucherinnen mitessen.
Ein großes Problem sind außerdem ausgediente Pestizidbehälter, die oft noch Reste von Pestiziden enthalten. Vor allem in Osteuropa, Zentralasien und sogenannten Entwicklungsländern werden diese alten Behälter oft schlecht gelagert bzw. gar nicht gesichert. Die giftigen Stoffe stellen eine besondere Gefahr für Kinder dar, gelangen aber auch in Böden und Grundwasser.