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Wachsende Müllberge

Müllhalde, Foto: http://sxc.hu
Über Mülldeponien können giftige Chemikalien in die Umwelt gelangen und das Grundwasser belasten.

Die Entsorgung von Siedlungs- und Industrieabfällen ist weltweit ein wachsendes Problem. Etwa 500 Kilogramm Müll produziert jeder Deutsche jährlich. Einschließlich der Industrie- und sonstigen Abfälle entsteht so pro Jahr eine unglaubliche Menge an Müll.

Eine Möglichkeit der Abfallentsorgung ist die Müllverbrennung. Dabei gelangen jedoch zahlreiche gefährliche Chemikalien in die Atmosphäre. Zudem entstehen dabei Schlacke und andere Verbrennungsrückstände, die ebenfalls problematische Chemikalien enthalten. 

Menschen, die in unmittelbarer Nachbarschaft zu Verbrennungsanlagen wohnen, sind diesen Stoffen direkt über die Atemluft und indirekt z.B. über die Nahrungskette oder das Wasser ausgesetzt. Bei besonders langlebigen Chemikalien reichen die möglichen Auswirkungen weit über die unmittelbare Umgebung der Müllverbrennungsanlage hinaus. Einmal freigesetzt, können Dauergifte große Entfernungen zurücklegen und sich weltweit in der Erde und im Körper von Tier und Mensch anreichern.

Auch über Abfalldeponien gelangen giftige Chemikalien in die Umwelt. Besonders bei älteren Deponien können Deponiewässer in die Erde sickern und in das Grundwasser gelangen.

Elektroschrott

Innenleben eines Computers, Foto: http://sxc.hu
Die Einzelteile eines Computers enthalten unter anderem Schwermetalle, die fachgerecht entsorgt werden müssen.

Weltweit fallen pro Jahr 20 bis 50 Millionen Tonnen Elektroschrott an: z.B. ausgediente Computer, Mobiltelefone oder Fernseher. Allein in Europa steigt diese Menge jährlich um drei bis fünf Prozent. Viele Elektrogeräte enthalten gefährliche Schadstoffe wie Blei, Cadmium und bromierte Flammschutzmittel. Bei einer nicht fachgerechten Entsorgung werden Arbeiter, Anwohner und Umwelt massiv gefährdet.

Häufig wird Elektroschrott nach China, Indien, Pakistan oder Afrika transportiert, um diesen dort billig zu entsorgen. Die Menschen, die die Altgeräte demontieren oder direkt verschrotten, müssen ihre Arbeit oft ohne Atemschutzmasken oder anderen Schutz verrichten. In der Umgebung der Entsorgungsstationen kommt es immer wieder zur Verseuchung der Böden und des Grundwassers. Die Empfängerländer haben diesen meist illegalen Entsorgungspraktiken kaum etwas entgegenzusetzen. Oft werden diese von den Behörden vor Ort auch stillschweigend geduldet.

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