Prinzipiell können alle organischen Moleküle, d.h. kohlen- und wasserstoffhaltige Substanzen, in der Umwelt vollständig abgebaut werden. Dieser Abbau erfolgt durch (Mikro)Organismen oder andere Umweltfaktoren wie das Sonnenlicht.
Es gibt jedoch zahlreiche organische Substanzen, die nur sehr langsam abgebaut werden. Dazu gehören etliche vom Menschen synthetisierte giftige Chemikalien, u.a. die Polychlorierten Biphenyle (PCB), die Pestizide DDT, Atrazin und Lindan, aber auch die bromierten Flammschutzmittel.
Diese langlebigen organischen Schadstoffe, auch POPs (Persistent Organic Pollutants) genannt, brauchen Jahrzehnte, manchmal sogar Jahrtausende, bis sie vollständig abgebaut sind. Viele dieser POPs können aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften – als Gase oder gebunden an feine Staubpartikel – von Wind und Wetter über weite Strecken transportiert werden und sich so über den ganzen Globus ausbreiten. In der Arktis ist die Konzentration besonders hoch.
POPs reichern sich im Fettgewebe von Menschen und Tieren sowie im Boden an. Man findet sie deshalb vor allem in fetthaltigen Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch und Milch. Auch in der Muttermilch werden POPs nachgewiesen, so dass Kinder schon von Geburt an solche Dauergifte aufnehmen.
Einige von ihnen sind bereits weltweit verboten, doch aufgrund ihrer Langlebigkeit immer noch weit verbreitet nachweisbar. Andere sind noch legal im Einsatz – u.a. in einigen unserer Alltagsprodukte.
2004 wurden mit der POPs-Konvention der Vereinten Nationen zwölf der gefährlichsten Dauergifte – das „dreckige Dutzend“ – weltweit verboten.
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