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POPs: Dauergifte rund um den Globus

Säugling trinkt an Brust, Foto: http://sxc.hu
Auch in der Muttermilch werden regelmäßig langlebige organische Substanzen (POPs) nachgewiesen – für den Säugling fatal, weil er in diesem Alter sehr schnell wächst und besonders viele Stoffe aufnimmt.

Prinzipiell können alle organischen Moleküle, d.h. kohlen- und wasserstoffhaltige Substanzen, in der Umwelt vollständig abgebaut werden. Dieser Abbau erfolgt durch (Mikro)Organismen oder andere Umweltfaktoren wie das Sonnenlicht.

Es gibt jedoch zahlreiche organische Substanzen, die nur sehr langsam abgebaut werden. Dazu gehören etliche vom Menschen synthetisierte giftige Chemikalien, u.a. die Polychlorierten Biphenyle (PCB), die Pestizide DDT, Atrazin und Lindan, aber auch die bromierten Flammschutzmittel.

Diese langlebigen organischen Schadstoffe, auch POPs (Persistent Organic Pollutants) genannt, brauchen Jahrzehnte, manchmal sogar Jahrtausende, bis sie vollständig abgebaut sind. Viele dieser POPs können aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften – als Gase oder gebunden an feine Staubpartikel – von Wind und Wetter über weite Strecken transportiert werden und sich so über den ganzen Globus ausbreiten. In der Arktis ist die Konzentration besonders hoch.

POPs reichern sich im Fettgewebe von Menschen und Tieren sowie im Boden an. Man findet sie deshalb vor allem in fetthaltigen Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch und Milch. Auch in der Muttermilch werden POPs nachgewiesen, so dass Kinder schon von Geburt an solche Dauergifte aufnehmen.

Einige von ihnen sind bereits weltweit verboten, doch aufgrund ihrer Langlebigkeit immer noch weit verbreitet nachweisbar. Andere sind noch legal im Einsatz – u.a. in einigen unserer Alltagsprodukte.

2004 wurden mit der POPs-Konvention der Vereinten Nationen zwölf der gefährlichsten Dauergifte – das „dreckige Dutzend“ – weltweit verboten.

Mehr zur POPs-Konvention



Ulmer Naturkalender 2009

Zur Begrüßung schenkt Ihnen der BUND den Natur- kalender 2009 von BUND und Ulmer Verlag.

BUND-Studie "Endstation Mensch" Über 300 Schadstoffe in der Muttermilch

Titelbild BUND-Studie zur Muttermilch

Die Studie klärt auf: Wie gelangen die Chemikalien in den Körper, wie wirken sie sich auf die Gesundheit unserer Kinder aus?

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