Schnecken, Muscheln, Insekten – diese Wirbellosen bilden eine wesentliche Grundlage vieler Ökosysteme. Vor allem sind sie eine wichtige Nahrungsquelle für größere Tiere.
Viele Pestizide ("Schädlingsbekämpfungsmittel") wirken nicht nur gegen einzelne Arten, sondern undifferenziert gegen alle Insekten. Nach einer Spritzung sind dann auch die "Nützlinge" ausgeschaltet. Danach kommt es umso schneller zu einer Wiederbesiedlung mit "Schädlingen", die dann wieder mit Pestiziden bekämpft werden müssen: ein Kreislauf, der die Menge der eingesetzten Pestizide sinnlos in die Höhe treibt.
Besonders problematisch sind Spritzmittel, die Bienen gefährden. So wurden 2007 in Deutschland Phosphorsäureester gegen Rapsschädlinge (Glanzkäfer und Rapsstängelrüssler) zugelassen, da die älteren Spritzmittel ihre Wirkung durch Resistenzbildung verloren hatten. Es gibt konkreten Anlass zu der Vermutung, dass der extreme Rückgang der Bienenvölker in Deutschland, Kanada und den USA auch auf den massiven Insektizideinsatz in der Landwirtschaft zurückzuführen ist. Kontaktgifte wie der Phosphorsäureester töten die Bienen direkt. Doch auch Herbizide (Unkrautvernichtungsmittel) sind eine Gefahr, da sie die Ackerbegleitflora vollständig vernichten.
Es wäre eine Katastrophe, wenn die Zahl der Bienenvölkern weiter zurückgehen würde, denn wir Menschen sind von ihnen abhängig. Ein Großteil des Obstes, viele Gemüsearten und auch Viehfutter wie Klee werden von den Bienen bestäubt.