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Insekten und Weichtiere

Biene an Blüte, Foto: www.pixelio.de
In den letzten Jahren ist der Bestand an Bienenvölkern in Deutschland, Kanada, den USA dramatisch zurückgegangen. Als Ursache gilt u.a. der Einsatz bestimmter Pestizide.

Schnecken, Muscheln, Insekten – diese Wirbellosen bilden eine wesentliche Grundlage vieler Ökosysteme. Vor allem sind sie eine wichtige Nahrungsquelle für größere Tiere.

Viele Pestizide ("Schädlingsbekämpfungsmittel") wirken nicht nur gegen einzelne Arten, sondern undifferenziert gegen alle Insekten. Nach einer Spritzung sind dann auch die "Nützlinge" ausgeschaltet. Danach kommt es umso schneller zu einer Wiederbesiedlung mit "Schädlingen", die dann wieder mit Pestiziden bekämpft werden müssen: ein Kreislauf, der die Menge der eingesetzten Pestizide sinnlos in die Höhe treibt.

Besonders problematisch sind Spritzmittel, die Bienen gefährden. So wurden 2007 in Deutschland Phosphorsäureester gegen Rapsschädlinge (Glanzkäfer und Rapsstängelrüssler) zugelassen, da die älteren Spritzmittel ihre Wirkung durch Resistenzbildung verloren hatten. Es gibt konkreten Anlass zu der Vermutung, dass der extreme Rückgang der Bienenvölker in Deutschland, Kanada und den USA auch auf den massiven Insektizideinsatz in der Landwirtschaft zurückzuführen ist. Kontaktgifte wie der Phosphorsäureester töten die Bienen direkt. Doch auch Herbizide (Unkrautvernichtungsmittel) sind eine Gefahr, da sie die Ackerbegleitflora vollständig vernichten.

Es wäre eine Katastrophe, wenn die Zahl der Bienenvölkern weiter zurückgehen würde, denn wir Menschen sind von ihnen abhängig. Ein Großteil des Obstes, viele Gemüsearten und auch Viehfutter wie Klee werden von den Bienen bestäubt.

Miesmuscheln, Foto: www.pixelio.de
Auch die Bestände der an unseren Küsten vorkommenden Miesmuschel wurden durch den Einsatz von TBT dezimiert.

Tributylzinn (TBT) ist ein Biozid, das Schiffe vor unerwünschtem Bewuchs z.B. mit Muscheln und Schnecken schützt. TBT hat bei ca. 150 Arten von Meeresschnecken zu Zwitterbildungen und teilweise fast zum Aussterben geführt. Inzwischen hat die Weltschifffahrtsorganisation (IMO) ein Verbot von TBT für Schiffsrümpfe ab 2008 beschlossen. Noch immer haben es nicht genug Mitgliedsstaaten – auch Deutschland nicht! – ratifiziert, weshalb es noch nicht in Kraft getreten ist.

Betroffen sind z.B. auch die an deutschen Küsten häufigen Wellhornschnecken, Uferschnecken, Miesmuscheln oder die Europäische Auster. TBT-Abbauprodukte reichern sich über die Wirbellosen weiter in der Nahrungskette an. Betroffen sind u.a. fettreiche und langlebige Fische wie Thunfische sowie Delfine und Großwale.



Pestizide verursachen Tod von Millionen Bienen

Biene auf Diestel mit Feld im Hintergrund, Foto: www.sxc.hu

Das Bienensterben zeigt, dass der Einsatz giftiger Pestizide nicht zuverlässig kontrolliert werden kann. Technische Mängel oder Anwendungsfehler können zu anderen Belastungssituationen führen, als in einem Zulassungs- verfahren angenommen.

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