Quietscheentchen, Babybücher aus Plastik, Luftballons in rot, gelb, grün – auch Spielzeug ist häufig mit giftigen Chemikalien belastet. Säuglinge oder Kleinkinder, die am Spielzeug lutschen oder kauen, können sie über den Speichel aufnehmen.
Spielzeug aus Plastik
Weiche Puppenköpfe aus PVC, aufblasbare Plastiktiere und Schnorchel enthalten Phthalate als Weichmacher. Sie werden besonders durch das Lutschen am Spielzeug herausgelöst. Phthalate können die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen und schaden u.a. auch Leber und Nieren. Immerhin: In Kinderspielzeug sind manche Phthalate inzwischen verboten.
Tipp: Spielzeug aus anderen Plastiksorten (Polyethen, Polypropen) oder unbehandeltem Holz ist oft die bessere Wahl. Außerdem auf gute Qualität achten und Billig-Importe meiden!
Babyfläschchen
Babyfläschchen bestehen oft aus dem Kunststoff Polycarbonat. Nicht der Kunststoff selbst ist schädlich, sondern der Weichmacher Bisphenol A. Er löst sich vor allem beim Erhitzen aus dem Kunststoff und geht in die Nahrung über. Bisphenol A wirkt ähnlich wie ein Hormon und kann die Entwicklung vom Mädchen zur Frau oder vom Jungen zum Mann stören.
Tipp: Warme Getränke nie im Plastikfläschchen erhitzen, sondern in einem Topf und dann umfüllen. Oder besser nur Gefäße aus Glas oder Plastikflaschen ohne Bisphenol A („Bfree“ oder „PP“) benutzen.
Luftballons
Luftballons sind häufig mit Nitrosaminen belastet. Die Giftstoffe werden beim Aufblasen über den Mund aufgenommen. Sie gehören zu den bekanntesten krebserregenden Stoffen.
Tipp: Verwenden Sie zum Aufblasen möglichst Luftballonpumpen.
Plüschtiere
Im Fell der Stofftiere können sich allergene Farbstoffe verbergen. Sie gelangen durch den Speichel, Schweiß oder über die Haut in den menschlichen Kreislauf. Außerdem kann das Fell oder die Füllung vieler Tiere aus Kunststoffen bestehen, die mit Flammschutzmitteln behandelt sind.
Tipp: Am besten Produkte aus Naturtextilien wählen. Es ist ratsam, Plüschtiere vor der "Benutzung" erst einmal in die Waschmaschine zu stecken.
Wunderkerzen
Eigentlich sind sie ja kein Kinderspielzeug, aber wer kennt nicht die leuchtenden Kinderaugen beim Entzünden von Wunderkerzen. Trotzdem ist Vorsicht geboten – Wunderkerzen enthalten giftiges Bariumnitrat. Dieses wird beim Abbrennen zu harmlosen Bariumcarbonat umgesetzt, doch entstehen dabei giftige Stickoxide.
Tipp: Wunderkerzen nur unter Aufsicht entzünden. Anschließend das Zimmer gut lüften.