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Kleider machen Leute... und manchmal auch Probleme.

Schaufenster mit Anziehpuppen, Foto: www.pixelio.de

Bunte Shirts können giftige Schwermetalle enthalten, Schuhe werden mit allergie- und krebsauslösenden Chromsalzen behandelt, in den Kunstledersohlen finden sich 30 bis 40 Prozent Weichmacher, die sie flexibel machen. Antimikrobielle Sportkleidung wird mit gefährlichen Bioziden behandelt. Gerade Kinderkleidung ist oft hoch belastet, wie Analysen von ÖKO-TEST vom August 2007 zeigen, bei denen es um den Weichmachergehalt von Kinder-T-Shirts ging. Wenn Kleidung direkt auf der Haut getragen wird, können die Substanzen über den Körperkontakt aufgenommen werden.

schwarze Lederstiefel, Foto: www.pixelio.de

Schuhe

Viele Lederschuhe bestehen zu 20 Prozent aus Chemikalien – darunter auch solche, die bei uns bereits verboten sind. Sie werden als Färbe- und Gerbmittel eingesetzt. Chromsalze können Allergien auslösen und krebserregend sein. Direkter Hautkontakt sollte vermieden werden.

Tipp: Es gibt Schuhe, die rein pflanzlich gegerbt, gefärbt und als solche gekennzeichnet sind.

pinkfarbene Flipflops mit gelber Sohle, Foto: www.pixelio.de

Plastiklatschen

Plastiklatschen enthalten zinnorganische Verbindungen, manche sogar das hochgiftige Tributylzinn (TBT). Es kann schon in winzigen Mengen das Immun- und Hormonsystem schädigen.

Tipp: Tragen Sie Plastiklatschen nicht dauerhaft und nur, wenn sie unverzichtbar sind.

kleiner Junge mit kariertem Hemd und Schirmmütze, Foto: www.pixelio.de

Kinderkleidung

Vor allem viele sogenannte wasserdichte "Matschhosen" enthalten jede Menge Schadstoffe, u.a. PVC-Weichmacher oder verschiedene Organozinnverbindungen wie das Dibutylzinn (DBT), das Immunstörungen verursachen kann.

Tipp:
Lassen Sie die Hosen vor dem ersten Gebrauch gut auslüften oder kaufen Sie secondhand. Eine Alternative können auch "Matschhosen" mit einer Polyurethan-Beschichtung (PUR-Beschichtung) sein.

Läuferin, Foto: www.pixelio.de

Outdoor-Kleidung

Für die Herstellung von Funktionskleidung werden häufig Fluorverbindungen verwendet, so genannte Perfluorierte Tenside (PFT). Durch diese Chemikalien lassen sich wasserabweisende Oberflächen schaffen, was die Funktionalität von Wetterkleidung ausmacht. PFT sind künstliche Verbindungen, die sich in der Umwelt praktisch nicht abbauen und zu Entwicklungsstörungen führen können.

Tipp: Achten sie beim Kauf von Wetterkleidung auf Gütesiegel. Bei Ökotex-zertifizierter Kleidung werden einige Schadstoffe ausgeschlossen, die Herstellungsverfahren schonen Arbeitskräfte und Umwelt.



Faltblatt "Chemikalien im Alltag"

Titelblatt des Flatblattes "Chemikalien im Alltag"

Das Faltblatt informiert über Chemikalien im Fernseher und Duschvorhang, in der Kasperlepuppe und im Sofa – und zeigt die Alternativen auf.

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