In Alltagsprodukten aus Plastik sind nämlich zahlreiche Schadstoffe versteckt. Während des Gebrauchs können sie sich herauslösen – und dann in die Umwelt und den menschlichen Körper gelangen. Phthalate (Weichmacher) und Bisphenol A zum Beispiel. Diese Chemikalien werden im Blut nahezu jedes Menschen nachgewiesen. Sie wirken ähnlich wie Hormone – und können so das empfindliche Hormonsystem durcheinanderbringen. Besonders für Kinder ist das gefährlich, da ihre Entwicklung gestört werden kann. Zahlreiche Studien haben inzwischen gezeigt, dass Zivilisationskrankheiten wie Unfruchtbarkeit oder Krebs mit dieser Schadstoffbelastung in Zusammenhang stehen.
Was tut der BUND?
Der BUND macht sich schon lange gegen Schadstoffe in Verbraucherprodukten stark. In Labortests wies er kürzlich nach, dass viele Babyschnuller Bisphenol A enthalten. Seitdem verzichten zahlreiche Hersteller auf Kunststoffe mit dieser Substanz. Erfolgreich warb der BUND auch für die europäische Chemikalienverordnung REACH. Dadurch werden erstmals systematisch Informationen über die am häufigsten eingesetzten Chemikalien und ihre Auswirkungen auf Mensch und Umwelt gesammelt. Hersteller und Händler von Alltagsprodukten sind verpflichtet, über die gefährlichsten Substanzen in ihren Waren zu informieren. Verbraucher, die wissen wollen, ob ein bestimmtest Produkt einen dieser Schadstoffe enthält, müssen dazu lediglich eine kurze schriftliche Anfrage stellen.
Aktiv werden
- Auf dem Laufenden bleiben über BUND-Aktionen gegen Gift in Alltagsprodukten
- Selbst einfache Verbraucheranfrage stellen
- BUND-Broschüren zum Thema Chemie und Gift kostenlos bestellen
Mehr Informationen
- Bisphenol A in Babyschnullern
- Phthalate (Weichmacher)
- Plastik und Zivilisationskrankheiten
- Europäische Chemikalienverordnung REACH
Hormone aus der Dose: Getränkedosen enthalten Bisphenol A
Getränkedosen von Sprite, Red Bull, Schöfferhofer, Faxe-Bier, Nescafé und weiteren Abfüllern enthalten die riskante Hormon-Chemikalie Bisphenol A. In den Innenbeschichtungen der Dosen hat ein vom BUND beauftragtes Labor zwischen 0,3 und 8,3 Mikrogramm Bisphenol A pro Dose gefunden.
Gefährliche Lieblinge: Gift-Cocktail in Kinderspielzeug
Immer wieder lassen Untersuchungen zur Chemikalienbelastung von Spielsachen und kindernahen Produkten aufschrecken: Teddy, Schnuller & Co. sind häufig mit Schadstoffen belastet. Der BUND klärt in einer neuen Broschüre darüber auf, bei welchen Spielsachen besondere Vorsicht geboten ist und gibt konkrete Verbrauchertipps.

















