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Unsere Erde – ein Plastic Planet?


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Wir spielen damit, wir essen und trinken daraus, wir kleiden uns damit, wir wohnen darin – in unserem Alltag ist Plastik heute allgegenwärtig. "Wir sind Kinder des Plastikzeitalters" sagt Werner Boote. Der Regisseur macht sich in seinem Dokumentarfilm "Plastic Planet" auf eine Reise rund um den Globus, um herauszufinden, welche Konsequenzen der Plastikwahn für uns und unseren Planeten hat. Der BUND ist Hauptpartner des Films.

Plastik ist praktisch – überall

Plastik ist sehr langlebig. Bis es sich zersetzt, können Hunderte von Jahren vergehen. So sammelt sich das Material unaufhörlich in der Umwelt an: in den entlegensten Gebieten der Erde stößt Boote auf Plastikmüll. Auch die Ozeane sind mittlerweile plastikverseucht: im Nordatlantik gibt es einen Plastikstrudel, der seit 60 Jahren anwächst und inzwischen schätzungsweise doppelt so groß wie Texas ist. Das ist das Abfallproblem – Plastik kann aber auch bereits vor dem Entsorgen schädlich sein.

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In Alltagsprodukten aus Plastik sind nämlich zahlreiche Schadstoffe versteckt. Während des Gebrauchs können sie sich herauslösen – und dann in die Umwelt und den menschlichen Körper gelangen. Phthalate (Weichmacher) und Bisphenol A zum Beispiel. Diese Chemikalien werden im Blut nahezu jedes Menschen nachgewiesen. Sie wirken ähnlich wie Hormone – und können so das empfindliche Hormonsystem durcheinanderbringen. Besonders für Kinder ist das gefährlich, da ihre Entwicklung gestört werden kann. Zahlreiche Studien haben inzwischen gezeigt, dass Zivilisationskrankheiten wie Unfruchtbarkeit oder Krebs mit dieser Schadstoffbelastung in Zusammenhang stehen.

Was tut der BUND?

Der BUND macht sich schon lange gegen Schadstoffe in Verbraucherprodukten stark. In Labortests wies er kürzlich nach, dass viele Babyschnuller Bisphenol A enthalten. Seitdem verzichten zahlreiche Hersteller auf Kunststoffe mit dieser Substanz. Erfolgreich warb der BUND auch für die europäische Chemikalienverordnung REACH. Dadurch werden erstmals systematisch Informationen über die am häufigsten eingesetzten Chemikalien und ihre Auswirkungen auf Mensch und Umwelt gesammelt. Hersteller und Händler von Alltagsprodukten sind verpflichtet, über die gefährlichsten Substanzen in ihren Waren zu informieren. Verbraucher, die wissen wollen, ob ein bestimmtest Produkt einen dieser Schadstoffe enthält, müssen dazu lediglich eine kurze schriftliche Anfrage stellen.

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In eindrucksvollen Bildern und anhand zahlreicher Interviews mit Wissenschaftlern, Aktivisten und Industrievertretern macht Werner Boote in seinem Film deutlich, dass wir schon längst auf einem Plastic Planet leben.

Hormone aus der Dose: Getränkedosen enthalten Bisphenol A

Zerknickte Red-Bull-Dose, Foto: Rike / www.pixelio.de

Getränkedosen von Sprite, Red Bull, Schöfferhofer, Faxe-Bier, Nescafé und weiteren Abfüllern enthalten die riskante Hormon-Chemikalie Bisphenol A. In den Innenbeschichtungen der Dosen hat ein vom BUND beauftragtes Labor zwischen 0,3 und 8,3 Mikrogramm Bisphenol A pro Dose gefunden.

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Gefährliche Lieblinge: Gift-Cocktail in Kinderspielzeug

Spielzeugpuppe, Foto: BUND / Oliver Veit

Immer wieder lassen Untersuchungen zur Chemikalienbelastung von Spielsachen und kindernahen Produkten aufschrecken: Teddy, Schnuller & Co. sind häufig mit Schadstoffen belastet. Der BUND klärt in einer neuen Broschüre darüber auf, bei welchen Spielsachen besondere Vorsicht geboten ist und gibt konkrete Verbrauchertipps.

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