Wir alle kommen in unserem Alltag mit chemischen Stoffen in Berührung. Schon lange vor der Industrialisierung hat der Mensch sich zahlreiche chemische Verbindungen natürlichen Ursprungs zunutze gemacht. Schon damals zeigte sich aber, dass von diesen Stoffen auch Gesundheitsgefahren ausgehen. So wurde Quecksilber im 16. Jahrhundert in Salben zur Behandlung von Syphillis verwendet, obwohl bei der Behandlung Symptome wie Zahnausfall, Appetitlosigkeit und Schwindel bis hin zu Wahnvorstellungen auftraten, die selbst bei damaligem Kenntnisstand schon Zweifel an der Eignung einer solchen Behandlung aufwarfen.
Mit fortschreitender Forschung hat der Mensch viele natürlich vorkommende Stoffe verändert, um sie für spezifische Anwendungen nutzbar zu machen. So werden heute Chemikalien hergestellt, die natürlicherweise nicht vorkommen – z.B. die perfluorierten Tenside für Anti-Haftbeschichtungen –, mit kaum absehbaren Folgen für Mensch und Umwelt.