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Störfall im slowenischen Atomkraftwerk Krsko

Aus dem zentralen Kühlkreislauf des Druckwasser-Atomreaktors im ostslowenischen Krsko traten Kühlmittel aus. Seit wann dies geschah und wie viel ausgetreten ist, ist noch ungeklärt.

Bekannt wurde der Störfall am Abend des 6. Juni 2008 durch offizielle Nachricht der slowenischen Behörden an die EU-Kommission. Der Fall zeigt erneut, wie anfällig die Atomkraft ist und wie unverantwortlich, dass auch in Deutschland Politiker von CDU/CSU und FDP wieder auf diese gefährliche Technik setzen.

Nach Angaben der slowenischen Atomaufsicht ist bisher keine Radioaktivität ausgetreten. Ob es innerhalb des Reaktors zu Verstrahlungen gekommen ist, bleibt noch unklar. "Wenn Kühlflüssigkeit aus einem Reaktor austritt, ist das immer heikel", so Thorben Becker, Atomexperte beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). "Sollte der Reaktor nicht ausreichend gekühlt werden, kann dies jederzeit noch zu einem schweren Unfall führen."

Unklar sei derzeit, wie lange der Kühlmittelverlust gedauert habe. Der Reaktor brauche etwa zwei Tage, um abzukühlen, erst dann könne der Fehler genauer geortet und behoben werden.

Mit dem Bau des AKW Krsko begann der US-Baukonzern Westinghouse vor über 30 Jahren. Es ist das einzige Atomkraftwerk auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawiens. Es befindet sich auf slowenischem Territorium, gehört aber zur Hälfte sowohl Slowenien als auch Kroatien. Etwa 20 Prozent des slowenischen und 15 Prozent des kroatischen Strombedarfs werden aus Krsko geliefert. Wegen der Sicherheitsmängel und der Lage in einem Erdbebengebiet protestieren Umweltorganisationen wie Global 2000 seit Jahren gegen den Betrieb des Atommeilers.

Mehr Informationen: www.global2000.at/



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