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27. März 1979: Unfall im AKW Three Mile Island nahe Harrisburg, USA

Luftaufnahme des AKW Three Mile Island nahe Harrisburg, Pennsylvania / Foto: wikipedia.org
Das AKW Three Mile Island nahe Harrisburg, Pennsylvania.

Am 27. März 1979 kam es im US-amerikanischen Atommeiler nahe Harrisburg in Pennsylvania infolge technischer Pannen und Bedienungsfehlern zu einem massiven Kühlmittelverlust. Kurze Zeit später fielen zwei Pumpen aus, Notkühlwasser entwich durch ein klemmendes Ventil. Durch einen Irrtum wurden die Notkühlpumpen von der Bedienungsmannschaft sogar wieder abgestellt.

Schließlich begann der obere Teil des Reaktorkerns zu schmelzen – jene kritische Situation, die eigentlich durch die Sicherungssysteme verhindert werden soll. Radioaktive Gase wurden freigesetzt. Entgegen der schnellen Erntwarnung durch die Behörden stellte sich zwei Tage später heraus, dass sich hochexplosiver Wasserstoff im Reaktor befand. Daraufhin wurde radioaktiver Dampf abgelassen, um eine Explosion zu verhindern. Ein 8-Kilometer-Radius um das AKW wurde evakuiert, 75.000 Menschen flohen.

Geschätzte 30 Krebstote in der Belegschaft sowie eine deutliche Erhöhung der Leukämiefälle in den Folgejahren waren die Wirkungen des Unfalls. Eine weitergehende Kernschmelze oder eine Entzündung des Wasserstoffs hätten aber sogar zu einer Verstrahlung von Millionen von Menschen unter anderem im 250 Kilometer entfernten New York führen können.



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