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Schacht Konrad

Fördergerüst Schacht Konrad 1 im stillgelegten Eisenerz-Bergwerk in Salzgitter, Foto: http://de.wikipedia.org
Fördergerüst Schacht Konrad 1 im stillgelegten Eisenerz-Bergwerk in Salzgitter

Seit Jahrzehnten wird um zwei Standorte in Niedersachsen gerungen: Konrad bei Salzgitter sowie Gorleben. Im Frühjahr 2006 erlaubte das Oberverwaltungsgericht Lüneburg, die frühere Eisenerzgrube Schacht Konrad, als Endlager für schwach- und mittelradioaktiven Müll zu nutzen. Die fehlende Langzeitsicherheit des Schachtes wurde in dem Urteil ausgeklammert. Darüber hinaus wurde den Klägern keine Revisionsmöglichkeit gegen das Urteil eingeräumt.

Mehrere Kläger versuchen derzeit, eine Revisionszulassung zu erreichen. Darüber muss das Bundesverwaltungsgericht entscheiden. Nach Angaben des Umweltministeriums könnte Konrad nach sechs Jahren Umbauzeit in Betrieb genommen werden.

Fast 290.000 Einwendungen gingen 1991 gegen den Ausbau der ehemaligen Eisenerzgrube "Schacht Konrad" zu einem Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle in einem der größten Verwaltungsverfahren in der Geschichte der Bundesrepublik ein. Das Einlagerungskriterium für "konradfähigen Müll" umfasst praktisch allen Atommüll außer abgebrannten Brennelementen.

Auch im Fall Schacht Konrad ist es nur eine Frage der Zeit, wann der eingelagerte Atommüll Kontakt zu Grundwasser führenden Schichten bekommt und strahlende Nuklide in die Umgebung ausgeschwemmt werden.

Quelle: http://www.bund.net/bundnet/themen_und_projekte/atomkraft/atommuell/schacht_konrad/