Sowohl das DDR-Atommülllager bei Morsleben in Sachsen-Anhalt als auch das niedersächsische Versuchsendlager in Asse bei Wolfenbüttel – beide befinden sich in unterirdischen ehemaligen Salzbergwerken – erwiesen sich als Endlager nicht geeignet.
In Morsleben zeigte sich dies auf dramatische Weise: 1998, wenige Wochen nach einem Gerichtsbeschluss, der die weitere Einlagerung radioaktiver Abfälle stoppte, löste sich ein 2.000 Tonnen schwerer Gesteinsbrocken aus dem Deckgebirge über dem Salzstock und stürzte in einen Hohlraum des Bergwerks. Rein zufällig lagerte direkt unter dem herabstürzenden Gestein kein Atommüll.
Kurz nach diesem Vorfall wurde die endgültige Stilllegung des Atommülllagers bei Morsleben verfügt, von dem dort bereits eingelagerten radioaktiven Abfall gehen jedoch noch lange Zeit große Gefahren aus. Das ehemalige Salzbergwerk in Sachsen-Anhalt wurde von der DDR seit 1971 als Atommüllkippe genutzt und nach 1990 als gesamtdeutsches Lager weiter betrieben. Insgesamt lagern dort 40.000 Kubikmeter Atommüll. Nach langen Auseinandersetzungen wurde die Einlagerung 1998 per Gerichtsbeschluss gestoppt.