Der Meiler von Rheinsberg wurde 1990 im Zuge der Wiedervereinigung stillgelegt und soll bis zum Jahr 2010 abgebaut sein. Laut IPPNW werden die Gesamtkosten der Stilllegung auf rund 400 Millionen Euro beziffert. Die Sicherheitsnachrüstung dieses Reaktortyps sowjetischer Bauart war im Zusammenhang mit der Überkapazität am deutschen Strommarkt auch den Energieversorgern im Westen zu teuer.
Typ: Röhren-Druckwasserreaktor
Nennleistung: 63 MW
Inbetriebnahme: 1960
Stillegung: 1990
Abbruchsgesellschaft: Energiewerke Nord GmbH
Ernsthafte Unfälle: In den 1970er Jahren gelangte über Jahre hinweg schwach bis mittel radioaktiv verseuchtes Wasser aus dem örtlichen Zwischenlager ins Grundwasser. Der Standort gilt nach wie vor als kontaminiert.
Lokaler Widerstand:
Obwohl längst abgeschaltet, führte in Rheinsberg der Abtransport radioaktiven Mülls im Mai 2001 erstmals auch in einem ostdeutschen Bundesland zu größeren Protesten. Hintergrund war die befürchtete Etablierung des Zwischenlagers Greifswald als Atommülllager.
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