Nach den Zahlen einer Studie des Umweltinstituts München ist die Kinderkrebsrate im Umfeld des AKW Philippsburg fast doppelt so hoch wie im Umland.
Auch Philippsburg 1 zählt zu jenen sechs Siedewasserreaktoren in Deutschland, die trotz gravierender Sicherheitsmängel noch immer laufen.
Typ: Siedewasserreaktor
Nennleistung: 900 MW
Inbetriebnahme: 1980
Laufzeitende nach dem Atom-Konsens: 26.3.2012
Betreibergesellschaft: EnBW
Ernsthafte Störfälle: Wegen Lecks in etwa 20 Brennelementen gelangte 1983 radioaktives Jod-131 in die Umwelt.
Lokaler Widerstand kristallisiert(e) sich besonders an den Atommülltransporten vom Kraftwerk.
Der Block 2
Sechs Monate und die Fristsetzung der Staatsanwaltschaft bedurfte es im Juni 2004, bis die Energie Baden-Württemberg (EnBW) den Auflagen der Landesbehörden nachkamen und die Sicherheitslücken im Falle eines Kühlmittelverlustes in Block 2 beseitigten.
Typ: Druckwasserreaktor
Nennleistung: 1349 MW
Inbetriebnahme: 1985
Laufzeitende nach dem Atom-Konsens: 18.4.2017
Betreibergesellschaft: EnBW
Ernsthafte Störfälle:
Im August 2001 wurde der Reaktor hochgefahren, obwohl (unbemerkt) das Notkühlsystem nicht in Funktion war. Auch nachdem dies zwei Wochen später bemerkt wurde, blieb Block 2 rechtswidrig angeschaltet. Die folgenden Untersuchungen ergaben, dass das Notkühlsystem über Jahre hinweg nicht ordnungsgemäß befüllt war. Bei Problemen mit der Neutronenregulation kann dies zum Super-GAU führen.
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