1998 kam das AKW in die Medien, nachdem an Atommüll-Behältern aufgrund von radioaktiven Verschmutzungen das Vielfache der zulässigen Strahlungsmengen festgestellt wurde. Polizei, Bahnpersonal und andere Betroffene waren nach einer Studie des Öko-Instituts Darmstadt einer rechtswidrigen Strahlenbelastung ausgesetzt: die Grenzwerte der Strahlenschutzverordnung wurden bis zu 4.350fach überschrittenen.
Typ: Druckwasserreaktor
Nennleistung: 855 MW
Inbetriebnahme: 1976
Laufzeitende nach dem Atom-Konsens: 1.12.2008
Betreibergesellschaft: Gemeinschaftskernkraftwerk Neckar GmbH (Beteiligte: Deutsche Bahn AG, Energie-Versorgung Schwaben AG, Neckarwerke Stuttgart AG, ZEAG Zementwerk Lauffen - Elektrizitätsversorgung Heilbronn AG)
Ernsthafte Störfälle: keine bekannt geworden
Lokaler Widerstand:
In Neckarwestheim konzentrierte sich der Protest in den letzten Jahren auf Aktionen rund um die Atommülltransporte, daneben wurden Kraftwerksbesetzungen und Mahnwachen, auch gegen das Zwischenlager, organisiert.
Der Block 2
Typ: Druckwasserreaktor
Nennleistung: 1365 MW
Inbetriebnahme: 1989
Laufzeitende nach dem Atom-Konsens: 15.4.2021
Betreibergesellschaft: Gemeinschaftskernkraftwerk Neckar GmbH (Beteiligte: Deutsche Bahn AG, Energie-Versorgung Schwaben AG, Neckarwerke Stuttgart AG, ZEAG Zementwerk Lauffen - Elektrizitätsversorgung Heilbronn AG)
Ernsthafte Störfälle:
Am 27. Juli 2004 gelangte kontaminiertes Wasser aus Block II unbemerkt in den Neckar. Die Betreiber mussten ein Ordnungsgeld von 25.000 Euro zahlen, ein Geschäftsführer wurde entlassen.
BUND-Hintergrund zu den Gefahren des AKW Neckarwestheim
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