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AKW Mülheim-Kärlich, Rheinland-Pfalz

Protest am AKW Mülheim-Kärlich, Foto: www.arbeiterfotografie.de
Protest am AKW Mülheim-Kärlich

Nach nur einem Jahr Betrieb wurde das AKW Mülheim-Kärlich aufgrund eines Gerichtsbeschlusses 1988 abgeschaltet. Dennoch ging 13 Jahre später ein Stromkontingent für diese Atomanlage in den Atom-Konsens-Vertrag ein.

Das AKW gilt mit rund 7 Mrd. DM als der für die deutschen StromkundInnen teuerste Irrtum der AKW-Geschichte. Durch Finanzierung über eine eigens in Luxemburg gegründete Tochter-Gesellschaft lohnte sich das Projekt dennoch für den Betreiber. Es wird geschätzt, dass RWE und die Deutsche Bank durch Steuervorteile umgerechnet je rund 50 Mio. Euro Gewinn trotz weitgehendem Nichtbetrieb des Kraftwerks gezogen haben.

Typ: Druckwasserreaktor
Nennleistung: 1302 MW
Inbetriebnahme: 1987
Stillegung: 1988

Betreibergesellschaft: RWE Energie AG

Ernsthafte Störfälle: keine bekannt geworden

Lokaler Widerstand:
Demonstrationen, Sit-Ins aber auch Klagen von Privatpersonen wie Kommunen führten zusammen mit den besonderen Risiken durch den Standort auf einer Erdbebenspalte schließlich zum juristischen Erfolg: der dauerhaften Entziehung der Betriebsgenehmigung.


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