Sie befinden sich hier:

AKW Brunsbüttel, Schleswig-Holstein

Luftaufnahme des AKW Brunsbüttel, Foto: www.kkb.de
AKW Brunsbüttel

Der Reaktor des AKW Brunsbüttel ist einer von sechs Siedewasserreaktoren in Deutschland, die trotz der massiven Sicherheitsmängel noch immer laufen. Der Unfall von 2001 brachte nicht nur den Reaktortyp, sondern auch die Betreiber bezüglich der laut Gesetz zu prüfenden Zuverlässigkeit in Misskredit.

 

 

Typ: Siedewasserreaktor
Leistung: 806 MW
Inbetriebnahme: 1977
Laufzeitende nach dem Atom-Konsens: 9.2.2009

Betreibergesellschaft: Kernkraftwerk Brunsbüttel GmbH (66,7 Prozent HEW/Vattenfall Europe, 33,3 Prozent E.ON Kernenergie GmbH)

Ernsthafte Störfälle:
28. Juni 2007:
Nach einem Kurzschluss wurde das AKW heruntergefahren. Dadurch kam es zu massiven Stromschwankungen im norddeutschen Netz und in der Stadt Hamburg teilweise zu Stromausfällen.

Möglicherweise als Folge dieser Netzschwankungen kam es am Abend des 28. Juni zu einem Brand in einem Transformator des AKW Krümmel. Dieser Brand konnte erst nach vielen Stunden gelöscht werden. Das Atomkraftwerk wurde per Schnellabschaltung vom Netz genommen.

Vattenfall erklärte noch am Abend, dass der Brand in dem Transformator keine Auswirkungen auf das eigentliche Reaktorgebäude gehabt hätte. Zwar werden schnell Stimmen laut, die dies bezweifeln, dennoch bleibt Vattenfall auch auf Nachfragen bei seiner Darstellung. Erst am Abend des 3. Juli räumt Vattenfall ein, dass es durch unplanmäßiges Öffnen von zwei Sicherheits- und Entlastungsventilen und durch den unplanmäßigen Ausfall einer von mehreren Reaktorspeisewasserpumpen zu einem schnellen Druck- und Füllstandsabfall im Reaktordruckbehälter gekommen ist.

14.12.2001: Nach einer Wasserstoffexplosion zerriss ein Sicherungskühlrohr auf über zwei Metern Länge. Das Kontrollpersonal ging von der harmlosesten Ursache, einer schadhaften Dichtung, aus. Das erst drei Monate später (nach den winterlichen Spitzenlastzeiten im Stromgeschäft) informierte Bundesumweltministerium ordnete die sofortige Abschaltung an. Mehr...

18.6.1978: Durch ein Leck entwichen zwei Tonnen radioaktiver Dampf. Der Reaktor lief aber noch fast drei Stunden weiter, obwohl er innerhalb von fünf Minuten automatisch hätte abgeschaltet werden müssen.

Lokaler Widerstand:
Der Anti-Atom-Widerstand konzentriert sich in der Region in erster Linie auf den nahegelegenen AKW-Standort Brokdorf.

zurück zur Übersichtskarte



Ulmer Naturkalender 2009

Zur Begrüßung schenkt Ihnen der BUND den Natur- kalender 2009 von BUND und Ulmer Verlag.

Sie haben etwas gegen Atomkraft? Dann steigen Sie aus!

Banner "Atomausstieg selber machen"
Suche

Metanavigation: