Am AKW-Standort Brokdorf fanden seit den 1970er Jahren die heftigsten Auseinandersetzungen über die Atomenergienutzung in der Bundesrepublik statt. So demonstrierten 1981 rund 100.000 Menschen teils friedlich, teils militant gegen Bau und Inbetriebnahme des Reaktors. Ihnen standen 10.000 Polizisten gegenüber, das bis dahin größte Polizeiaufgebot in der Geschichte der BRD. Das Verbot dieser Demonstration beschäftigte danach noch lange die Gerichte, bis es vom Bundesverfassungsgericht schließlich als verfassungswidrig eingestuft wurde. Das AKW Brokdorf wurde 1986 nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl ans Netz genommen.
Typ: Druckwasserreaktor
Leistung: 1383 MW (Im Jahre 2000 mit dem AKW Grohnde das nach Isar 2 zweitgrößte AKW der Welt)
Inbetriebnahme: 1986
Laufzeitende nach dem Atom-Konsens: 22.12.2018
Betreibergesellschaft: Kernkraftwerk Brokdorf GmbH (80 Prozent E.ON Kernkraft, 20 Prozent HEW /Vattenfall Europe)
Ernsthafte Störfälle sind keine bekannt geworden. Im November 1995 rammte und beschädigte ein Frachter das Kühlwasserbauwerk des AKW an der Elbe.
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