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Energiedebatte: Atomausstieg beschleunigen statt bremsen

BUND-Vorsitzender Hubert Weiger forderte die Bundesregierung anlässlich der Debatte um die künftige Energiepolitik Deutschlands auf, die Laufzeiten von Atomkraftwerken nicht zu verlängern und den Atomausstieg zu beschleunigen.

AKW-Laufzeitverlängerungen sind unpopulär: Anti-Atom-Großdemo am 5. September 2009


Die Aussage von Bundesumweltminister Norbert Röttgen, ab einem Anteil von 40 Prozent Erneuerbarer Energien am Strommix in Deutschland sei die Atomkraft überflüssig, gilt nach den Zielvorstellungen der Erneuerbaren-Energien-Branche bereits vor 2020. Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) geht für 2020 sogar von einem Anteil von 47 Prozent aus. Die Diskussion über Laufzeitverlängerungen ist also überflüssig. Offenkundig falsch ist auch das Argument, mit verlängerten AKW-Laufzeiten schaffe man eine „Brücke“ ins Zeitalter Erneuerbarer Energien. Das Gegenteil ist der Fall: Atomstrom blockiert die Einspeisung von Strom aus regenerativen Quellen.

Weiger: "Wenn Röttgen die Zahlen der Erneuerbare-Energie-Branche ernst nimmt, dann dürfen Atomkraftwerke keine Laufzeitverlängerungen bekommen. Verlängerte AKW-Laufzeiten nützen nur den Stromkonzernen, die mit ihren abgeschriebenen Meilern zusätzliche Millionengewinne einfahren wollen. Der Bundesumweltminister sollte diese Fakten seiner Chefin Angela Merkel auf den Tisch legen. Und beide müssen dafür sorgen, dass der Atomausstieg beschleunigt wird anstatt erneut Klientelinteressen zu bedienen."

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