Seit Jahren arbeiten die großen Stromkonzerne gegen die erneuerbaren Energien, gegen Kraft-Wärme-Kopplung und gegen strenge Vorschriften beim Emissionshandel. Um so befremdlicher ist es, wenn Stromkonzerne ausgerechnet in der Debatte um längere Laufzeiten für ihre alten Atomkraftwerke plötzlich den Klimaschutz entdecken. Dabei wird uns die Atomkraft nicht beim weltweiten Klimaschutz helfen können. Denn sie spielt mit einem Anteil von 2,5 Prozent am weltweiten Energiebedarf nur eine geringe Rolle. Wenn dieser Anteil massiv gesteigert werden soll, wären die begrenzten Uranvorkommen schnell zu Ende.